Wie im richtigen Leben: Erst geheim wählen, dann Stimmzettel in die Urne und schließlich auszählen – so gehen demokratische Wahlen Foto: Jugendclub Schnelsen

Wenn die Kids
wählen würden

Jugendclub Burgwedel übt
schon mal für später

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Regelmäßig zu den Wahlen finden im Jugendclub Burgwedel
in Schnelsen „Theoretische Wahlen“ für Kids U-16 (Unter-16-Jahren)
statt. Das bedeutet, dass hier Kinder und Jugendliche
im Alter von elf bis 15 Jahren so tun können, als ob sie wählen.

Diesmal also die Bürgerschaftswahl. Wie bei den „echten“ Wahlen haben sich die BesucherInnen des Jugendclubs eine Woche lang informiert, diskutiert und schließlich wurde am Freitag, 21. Februar, vorab gewählt. Rund 30 Jugendliche unter 16 Jahren haben sich beteiligt.

Wenn die Kids vom Jugendclub Burgwedel wählen könnten, würden 25,5 Prozent ihre Stimme den Grünen geben. 12,2 Prozent fielen auf die SPD, Die Linke würde 11,2 Prozent der Stimmen bei den Unter-16-Jährigen im Jugendclub Schnelsen bekommen.

Von dem Projekt, das eine Woche dauerte, profitierten auch die Erstwähler, also die Jugendlichen, die schon 16 Jahre alt sind: Sie bekamen durch die Infos und die Diskussionen einen guten Überblick, welche Partei welche Ziele hat und für was sie sich einsetzen will. Damit konnten sie am Wahlsonntag sicherer entscheiden, welcher Partei sie ihre Stimme geben wollten.

Hohe Wahlbeteiligung

Die Grünen (25,5 %) vor der SPD
(12,2 %) und dann Die Linke
(11,2 %) – Ergebnis der Jugendwahl
Grafik: Jugendclub Schnelsen

Da vielen Jugendlichen die DirektkandidatInnen unbekannt sind, standen bei dem Projekt nur die Parteien zur Wahl. „Das gute Abschneiden der Tierschutz-Parteien ist sicherlich damit zu erklären, dass viele Jugendliche im Vorfeld wissen wollten, wofür die einzelnen Parteien stehen. Bei den beiden erstgenannten Parteien ist dies schon im Parteinamen zu erkennen. Klare Profile der Parteien sind für Jugendliche wichtig in der Entscheidungsfindung“ zieht Mark-Oliver Fischer, Projektleiter im Jugendclub,  ein Resümee. Die Wahlbeteiligung lag bei stolzen 78,6 Prozent, damit also deutlich über dem hamburgweiten Durchschnitt. cc

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