Die Döhrntwiete wird nach Starkregen für viele zu einem schwer zu bewältigenden Hindernis Foto: Sieglinde Brell

Das Problem ist bekannt

Nach Starkregen ist die Döhrntwiete
nicht mehr passierbar

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Nach Starkregen steht die Döhrntwiete vor dem Turnverein Lokstedt
(TVL) oft so massiv unter Wasser, dass sie insbesondere für ältere
Reha-Sportler kaum noch passierbar ist. Der Reha-Sport wurde
Sieglinde Brell ärztlich verordnet, doch der Zugang stellt sie nun vor
eine Herausforderung.

„Mit Rollator und fast 84 Jahre alt muss ich mich links am Rande des Schulhofes am Zaun entlang hangeln. Den Rollator muss ich im Gebüsch anschließen und die letzten Meter ohne ihn überwinden“, berichtet die Lokstedterin.

Dem Bezirksamt ist das Problem laut Sprecherin Antje Model seit Jahren bekannt. Deshalb sei 2018 mit der Wiederaufnahme der Planung der erstmaligen endgültigen Herstellung von Straßen (eeH-Planung) begonnen worden. „Bestandteil dieser Planung ist ein umfassendes Entwässerungskonzept, das dem Stand der Technik entspricht, jedoch mit umfangreichen Tiefbauarbeiten und Baumfällarbeiten verbunden ist“, erklärt Antje Model. Das Fällen der historischen Buchenhecke und weitere Maßnahmen wie Straßenverbreiterungen stießen bei vielen Anwohnern, Kindern der Grundschule Döhrnstraße und Naturschutzvertretern auf erheblichen Widerstand.

Im Mai vergangenen Jahres beschloss die Bezirksversammlung, die bezirklichen Planungen zu überprüfen. „Seitdem hat das Bezirksamt Eimsbüttel ein sogenanntes Moratorium verfügt, um den beteiligten Dienststellen und der Kommunalpolitik zu ermöglichen, eine alternative Lösung zu entwickeln, die dem vorhandenen Baumbestand Rechnung trägt.

Über die weitere Vorgehensweise geschweige denn die Nennung eines realistischen Zeithorizonts gibt es keine Erkenntnisse“, sagt Antje Model. Jens Jürgen Niemeyer, Vorstandsmitglied des ebenfalls in der Döhrntwiete beheimateten Lokstedter Fußball-Clubs Eintracht (LFC) verwies auf die eigene unkonventionelle Maßnahme des LFC, durch die Verlegung des Zugangs zum Sportgelände eine Versickerungsfläche zu schaffen. Die Ableitung vor dem Grundstück des TVL würde seit Ausführung der Asphaltarbeiten funktionieren „Jedoch wurden diese Ausführungen nur im Abschnitt vor dem TVL Grundstück ausgeführt und dann abgebrochen. Die komplette Ableitung des Oberflächenwassers läuft nun in unsere Richtung, kann aber nicht weiter Richtung Straßengraben fließen“, so Niemeyer.

Derzeit sucht das Fachamt Management des Öffentlichen Raumes im Bezirksamt nach einer provisorischen Lösung. Aber die Höhenverhältnisse im Bereich der Döhrntwiete seien kompliziert und der Regen stark gewesen, so Model. mf

 

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