Westlich des Schnelsen-Deckels zwischen den Straßen Meddenwarf und Heidlohstraße sollen in den kommenden Jahren neue Wohngebäude mit gewerblicher Nutzung entstehen. Auch das Gebäude mit der Haspa-Filiale (Wählingsallee) gehört laut Bebauungsplan-Entwurf „Schnelsen 95“ dazu Foto: ngo

Rund um die Frohmestraße

Bürger bestimmen mit, wie das „Dorf“ schöner werden soll

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Das Schnelsener Zentrum wird sich stark
verändern. Auch rund um die zentrale „Einkaufsmeile“
stehen die Zeichen in Zukunft auf Veränderung.

Anfang Februar stellten Mitarbeiter vom Bezirksamt Eimsbüttel den Politikern im Regionalausschuss Lokstedt-Niendorf-Schnelsen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung „Fokus Frohmestraße“ inklusive einem Überblick über das weitere Vorgehen und Maßnahmen vor.

Die Frohmestraße wird in den nächsten Jahren als zentrale Einkaufsmeile in Schnelsen neu gestaltet und umgebaut

2019 wurden Vorschläge und Ideen der Schnelsener eingesammelt, um die Entwicklungsmöglichkeiten der Frohme-straße zu konkretisieren. Die Auswertung zeigt, dass die Menschen besonders bei den drei Themen Verkehr/Mobilität, Handel und Gewerbe sowie Gestaltung des öffentlichen Raumes hohen Verbesserungs- und Umbaubedarf haben. Allerdings: Gerade bei dem „heißen Eisen“ Straßenplanung gäbe es zwar viele Ideen, aber keinen Konsens unter den Bürgern, so Ulrike Broocks vom Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung. Während die einen eine autofreie Straße fordern, wollen andere die Buslinien aus der engen Frohmestraße haben. Auch Parkplätze versus Radfahrwege sind ein großer Streitpunkt.

Grünes Licht für Fördergelder fehlt noch
Hier werde laut Broocks eine Planung für das weitere Vorgehen dringend erforderlich sein. Die Planer würden mehrere Varianten mit verschiedenen Verkehrslösungen erarbeiten, so Jan Philipp Stephan, Fachamtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung Eimsbüttel, auf Wochenblatt-Nachfrage. Die Pläne werde der Bezirk mit Bürgern und Politik diskutieren – ähnlich wie bei den Umbauplanungen der Osterstraße in Eimsbüttel. Als Zeitfenster nennt Stephan dieses und nächstes Jahr.

Das Bezirksamt werde laut Stephan umgehend in die Planung einsteigen, sobald die Stadt grünes Licht für Fördergelder aus dem Hamburger „Rahmenprogramm Inte-grierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) gibt. Damit würde sich der finanzielle Spielraum für die baulichen Maßnahmen erheblich vergrößern. Zum Vergleich: Das Gesamtvolumen für das RISE-Gebiet Eidelstedt-Mitte lag bei 22 Millionen Euro, 8 Millionen kamen aus dem RISE-Topf.

Erste Baumaßnahmen in der Frohmestraße werden aller Voraussicht nach nicht vor 2022 erfolgen. Zuvor müssten die Arbeiten auf und um dem Schnelsen-Deckel beendet sein. Wenn alles nach Plan läuft, ist die neue Park- und Kleingartenanlange auf dem Deckel ab Herbst 2021 für die Menschen zugänglich.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil zur Stärkung des Zentrums Frohmestraße ist der „Bebauungsplan Schnelsen 95“, der am 21. April öffentlich diskutiert wird. Das Plangebiet liegt westlich des Schnelsen-Deckels zwischen den Straßen Meddenwarf und Heidlohstraße. Wichtig: Bislang geht es um einen Entwurf. Im April werde auch über die mögliche Höhe und Dichte der künftigen Bebauung diskutiert. ngo

 Öffentliche Plandiskussion
Bebauungsplan-Entwurf „Schnelsen 95“: Di., 21.4., Beginn 19 Uhr,
Freizeitzentrum Schnelsen, Wählingsallee 16 Infos zum Beteiligungsformat
„Fokus Frohmestraße“: hamburg.de/eimsbuettel/frohmestrasse/
Infos zu laufenden Bebauungsplänen in Schnelsen: bit.ly/32OSMnS

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