Die offizielle Urkundenübergabe am Gymnasium Ohmoor mit Schulleiterin Gudrun Müller, Chiara Lesch und Alina Doval Link vom Schulsprecherteam, Projektpate Marc Schemmel und Dirk Assel (Bundeskoordinator „Schule ohne Rassismus“) (v. l.) Foto: kh

Selbstverpflichtung, keine Auszeichnung

Gymnasium Ohmoor ist „Schule ohne Rassismus“

Archiv| Views: 731

Ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung, Gewalt und
Mobbing setzt das Gymnasium Ohmoor. In der vergangenen
Woche nahmen Vertreter des Schulsprecherteams die Urkunde
„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ entgegen.

„Der erste Schritt, offiziell eine tolerante Schule zu sein, ist damit geschafft“, sagt Alina Doval Link vom Ohmoor-Schulsprecherteam, das vor rund anderthalb Jahren die Initiative ergriffen hat, Teil dieses bundesweiten Projekts als größtes deutsches Schulnetzwerk zu sein. Der Weg dahin sei „harte Arbeit“ gewesen, fügt Chiara Lesch hinzu. Denn Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass mindestens 70 Prozent der Menschen, die an der Schule lernen und arbeiten, sich mit ihrer Unterschrift dazu verpflichten, aktiv gegen Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten, bei Konflikten einzugreifen und Projekte und Aktionen zum Thema durchzuführen.

Zeichen für die Vielfalt
„Der Titel ist daher keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung, die jeder Einzelne mit seiner Unterschrift eingeht“, betonte Schulleiterin Gudrun Müller: „Es ist mir wichtig, das Engagement des Schulsprecherteams ausdrücklich zu unterstützen.“ Gleichzeitig setze die Schule damit ein wichtiges Zeichen für die Vielfalt, die die Gesellschaft auszeichne. Projektpate ist der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Marc Schemmel, selbst ehemaliger Schüler am Gymnasium Ohmoor: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gesellschaftliches und politisches Engagement hier an der Schule mit großer Kontinuität sehr gefördert wird.“ Mit dem Titel können die Schüler nun ein starkes Signal zu einer Kultur des Hinsehens, Hinhörens sowie des Eintretens für Werte, Demokratie und Zusammenhalt setzen. Offiziell überreicht wurde die Urkunde von Dirk Assel, Bundeskoordinator des „Schule ohne Rassismus“-Projekts.

Ab sofort geht das Projekt in die nächste Phase: Zum einen soll es im Juni eine größere Aktion zum Thema geben. Zum anderen besteht jetzt die Aufgabe, die mit dem Projekt verbundene Haltung in den Schullalltag zu integrieren. kh

 Infos zum Projekt: www.schule-ohne-rassismus.org

Comments are closed.