Macht ihre Straße lebenswerter: Britta Bohn Foto: mf

Einfach selber anfangen

Lokstedterin verschönert ihre Straße mit Pflanzen

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Britta Bohn bepflanzt seit zwei Jahren den
Straßenkreisel im Feldhoopstücken bienen- und
insektenfreundlich. Für ihr Engagement
gibt es nun bezirkliche Sondermittel.

„In dem extrem trockenen Sommer 2018 sah der Kreisel vor meinem Küchenfenster so traurig aus, dass ich ihn bepflanzt und Wasser für Vögel hingestellt habe“, erzählt Britta Bohn. Schon wenig später konnte sie auf der kleinen Fläche im Sackgassenbereich am Feldhoopstücken Graugänse beobachten und Bienen, die sich auf den Pflanzen niederließen.

Auch die Nachbarn freuten sich über den bunten Anblick des ehemals tristen Kreisels: „Die Kinder ernten manchmal die angepflanzten Küchenkräuter oder helfen mir, beim Gießen den Gartenschlauch zu halten.“ Auch wenn die Hausverwaltung den Zugang zum Wasserhahn erleichterte, wurde das freiwillige Gärtnern zeitintensiv und teuer für die alleinerziehende Mutter. „Rund 700 Euro habe ich in die Blumenwiese gesteckt. Neben den Pflanzen habe ich auch Blumenerde und Gartengeräte wie Spaten und Schaufel angeschafft“, erzählt Britta Bohn.

„Dann habe ich im Niendorfer Wochenblatt gelesen, dass ich bezirkliche Zuschüsse beantragen kann.“ Auf Antrag der SPD-Fraktion wurden Britta Bohn im Dezember bezirkliche Sondermittel in Höhe von 700 Euro für die Bewirtschaftung der kleinen Blumenwiese bewilligt. Britta Bohn, die auch eine Grünpatenschaft für die Fläche übernommen hat, freut sich über die finanzielle Unterstützung in ihrem dritten Gärtnerjahr: „Man muss einfach selber anfangen. Mir macht das Gärtnern viel Spaß. Ich habe nur einen Balkon und freue mich über die positive Resonanz.“ Bald sollen dann wieder bienen- und insektenfreundliche Frühblüher, Wildkrokusse und weitere Blumen den Felhoopstücken etwas bunter machen. mf

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