Auf Haiti unterstützt Weltumseglerin Mareike Guhr Kinder
Foto: privat

Schnelsenerin setzt Segel

Mareike Guhr organisiert Hilfsprojekt in der Karibik

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Für die Weltumseglerin Mareike Guhr aus Schnelsen heißt es wieder „Leinen los“. Die 51-jährige Skipperin ist mit ihrem neuen Katamaran „Moana“ in Richtung Karibik aufgebrochen. Ziel von Mareike Guhr, ihrer fünfköpfigen Crew aus Chartergästen und 190 weiteren Yachten der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) ist das 2.700 Seemeilen (5.000 Kilometer) entfernte St. Lucia.

Über den aktuellen Transatlantiktörn hinaus steht für Mareike Guhr die Umsetzung ihres Hilfsprojekts „Island Child Care“ im Blickpunkt, mit dem sie hilfsbedürftigen Kindern in den ärmsten Ländern der Welt Unterstützung bringt. Im Februar 2020 geht es dazu mit dem 14,50 Meter langen und 7,60 Meter breiten Katamaran nach Dominica, wo der Hurrikan Maria im Jahr 2017 viel zerstörte und der Wiederaufbau immer noch nicht vollständig gelungen ist. Hier werden durch den Verein Island Child Care Schulen und Kindergärten unterstützt. Im April geht es von Puerto Rico nach Haiti, dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre, wo das Waisenhaus von Schwester Flora trotz korrupter Regierung und Versorgungsengpässen unterstützt werden soll. „Ich hoffe sehr, dass die Sicherheitslage in Haiti es uns bis dahin erlaubt, die Ile a Vache anzulaufen. Nach 2011 und 2013 wäre das mein dritter Besuch dort. Hilfe ist immer noch dringend nötig“, erzählt Mareike Guhr.

Nach den ersten privat organisierten Hilfsprojekten in Haiti im Jahr 2011 hat sie gemeinsam mit anderen Mitstreitern den Verein „Island Child Care – Hilfe für Kinder weltweit“ gegründet, um gezielt Spenden sammeln und die weitere Arbeit in den unterschiedlichen Hilfsprojekten besser organisieren zu können. „Ich möchte auch andere Segler animieren, die in dieser Region unterwegs sind, Hilfe zu leisten und dringend benötigte Güter mitzubringen“, führt die erfahrene Skipperin weiter aus. Auch mit im Boot ist die H.I.T-Stiftung aus Hamburg, die auf den Inseln erstmals Seh-Screening für Kinder durchführen wird. Mit einer mobilen medizinischen Ausrüstung ist geplant, dass mitsegelnde Ärzte während der Stopps auf den Inseln eine kostenlose Grundversorgung anbieten und auch Medikamente liefern. Mareike Guhr nimmt Gäste an Bord. (mf)

>>> Wer mitsegeln möchte, findet den Törnplan auf www.magsail.de. Informationen zu ihrem Verein auf www.islandchildcare.de

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