Das Kundenzentrum Lokstedt wird abgerissen
Foto: kh

Parkplätze gehen unter die Erde

Entwurf „Niendorf 92“ nimmt Gestalt an

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In Niendorfs Zentrum wird sich in den kommenden Jahren einiges verändern. Das Bezirksamt Eimsbüttel plant eine umfassende Um- und Neugestaltung des Bereichs zwischen Tibarg und Garstedter Weg. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür werden mit dem Bebauungsplan „Niendorf 92“ geschaffen, dessen Entwurf beim Bezirksamt für Stellungnahmen der Bürger einen Monat lang bis zum 6. Dezember öffentlich auslag.

„Vor Ort waren nur wenige Menschen, die alle die Planung grundsätzlich positiv fanden, einige hatten Angst um die wegfallenden Parkplätze“, legt Kay Becker, Pressesprecher beim Bezirksamt Eimsbüttel, die Bürger-Resonanz dar. Zwar sei es richtig, dass von den aktuell vorhandenen mindestens 105 Parkplätze zugunsten eines attraktiven Stadtplatzes und der neuen Bebauung weichen müssen, geplant seien aber neue Parkflächen in Tiefgaragen. Becker: „Die Parkplätze verschwinden somit unter die Erde.“ Der dadurch entstehende Stadtplatz soll attraktiv gestaltet werden, unter anderem mit Sitzbänken aber auch Fahrradbügeln, und zudem als Fläche für den Wochenmarkt zur Verfügung stehen. An der Lippertschen Villa ist ein Grünzug beziehungsweise ein kleiner Park geplant.

100 Wohnungen
Zur umfangreichen Umgestaltung des 3,2 Hektar großen Gebiets gehört auch der Abriss des bestehenden Kundenzentrums, des Ortsamts am Garstedter Weg sowie der ehemaligen Anna-Warburg-Schule. In zwei neuen Gebäudekomplexen finden rund 100 Wohnungen Platz, zudem das Kundenzentrum und weitere Dienststellen des Bezirksamtes. Außerdem seien gastronomische und andere öffentliche Nutzungen in den Neubauten denkbar, so Bezirksamtsleiter Kay Gätgens: „Wir wollen ein hochmodernes, öffentliches Gebäude mit attraktiven Angeboten für die Bürger im Stadtteil und mit dem Kundenzentrum als Anker.“ Der voraussichtliche Baubeginn ist für 2021/2022 geplant.

Weiter in die Zukunft gerichtet sind Überlegungen für den südlichen Teil des Tibarg, der deutlich weniger frequentiert ist als der Bereich Richtung Tibarg Center. „Mittelfristig muss man überlegen, ob die Bebauung verstärkt und der Wohnanteil erhöht wird, um die Kaufkraft zu stärken und den Tibarg am Abend zu beleben“, sagt Gätgens. (kh)

>>> Alle Infos zum B-Plan 92 sind online abrufbar unter https://t1p.de/vqnp (Kurz-Link)

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