Anfang Juli fand die offizielle Übergabe mit Dirk Sielmann (Landesbund der Gartenfreunde), Renate Städtler (BUE) und Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (v.l.n.r.) statt
Foto: mf

Ja, wo gärtnern sie denn?

Im Kleingarten-Pilotprojekt sind noch Parzellen frei

Archiv| Views: 354

Die neue Kleingartenanlage in der Niendorfer Straße 99 ist ein Pilotprojekt und deutschlandweit einzigartig. Doch Gärtner werden noch gesucht. „Das ist eine kompakte Lösung und attraktive Anlage, die gut nach Eimsbüttel passt“, zeigte sich Bezirks-amtsleiter Kay Gätgens (SPD) bei der offiziellen Übergabe an den Landesbund der Gartenfreunde Anfang Juli begeistert.

Rund 600.000 Euro hatte die Erstellung der Anlage gekostet. Im vergangenen Herbst sollte es mit ersten Aktivitäten losgehen, auch einen Namen sollte der neue Verein bekommen. Zum Jahresende ist die 12.600 Quadratmeter große Fläche an der Kollau jedoch noch weitgehend verwaist. Von den 16 neuen Parzellen sind zehn bereits vergeben, drei Lauben wurden nach Auskunft von Roger Gloszat vom LGH bisher abgenommen.

Beim LGH erklärt man sich den zögerlichen Prozess mit der Besonderheit der neuen Anlage: Das Gelände gliedert sich in drei Teile. Neben den Kleingärten liegt eine Streuobstwiese mit 32 Apfelbäumen und angrenzend an die Kollau der Überflutungsbereich. Für die Pflege der Streuobstwiese sind die neuen Kleingärtner verantwortlich, zu jeder Parzelle gehören zwei Apfelbäume. „Das sind unterschiedliche Sorten mit unterschiedlicher Reife“, erläutert Roger Gloszat. Die neuen Gärtner müssten sich bei der Pflege absprechen. Anfang des Jahres sei ein Schnittkurs geplant.

Auch dass der Lauben-Typ im neuen Kleingartenverein vorgegeben sei und man sich sein Häusschen nicht aussuchen könne, ist laut Gloszat eine Besonderheit. Kritisiert wurde der Umzug an die Niendorfer Straße als Ersatzfläche für Kleingärten, die Bauprojekten zum Opfer fielen (das Wochenblatt berichtete) von Kleingärtnern und der Initiative Grünfraß. So trägt der neue Verein laut Roger Gloszat derzeit auch noch den alten Namen „Mühlenkoppel“ des Vereins, der seinen Standort in der Julius-Vosseler-Straße räumen musste. Sobald der neue Verein komplett ist, sollen die Mitglieder ihm einen Namen geben.

>>> Wer sich für eine Parzelle interessiert, kann sich an Roger Gloszat wenden unter: gloszat@gartenfreunde-hh.de

Comments are closed.