Die Impulsgeber aus Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen bei der Regionalen Bildungskonferenz Fotos: kh

Agenda 2025 für Niendorf

22. Lokale Bildungskonferenz mit konkreten Forderungen

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Überfüllte Kitas und Schulen einhergehend mit einem Fachkräftemangel sowie Raumknappheit sind wesentliche Herausforderungen, vor denen auch Niendorf steht. Während der Lokalen Bildungskonferenz (LBK) wurden Wünsche und Forderungen für Veränderungen formuliert.

„Wir geben unser Expertenwissen direkt an die Entscheidungsträger weiter und können hier konkret etwas beschließen“, betonte Friedhelm Holst, der die Veranstaltung, die in der vergangenen Woche bereits zum 22. Mal stattfand, moderierte. Impulse zum „Stand der Dinge“ und aktuelle Herausforderungen lieferten zunächst einige Vertreter aus lokalen Kitas, Schulen und diversen sozialen Einrichtungen im Plenum. Grundlegende Problematiken seien vor allem, dass in einem stetig wachsenden Stadtteil wie Niendorf nicht ausreichend Kita-Plätze zur Verfügung stehen und die Schulen aus allen Nähten platzen.

Kreativer Input
In drei Gruppen wurde anschließend diskutiert, welcher Veränderungen es bedarf. „Unsere Forderungen werden als Beschluss direkt an die Steuerungsgruppe der Regionalen Bildungskonferenz Eimsbüttel weitergeleitet. Unsere Meinung wird gehört und berücksichtigt“, so Elke Bremer vom Sozialraumprojekt ProNieNo, die die LBK Niendorf gemeinsam mit Jörn Adomeit und Andreas Yasseri koordiniert. „So viel kreativen Input wie diesmal gab es noch nie“, stellte Holst beim Zusammentragen der Ergebnisse als „Agenda 2025“ fest: Unter dem inklusiven Aspekt wurde unter anderem angeregt, weitere Orte für Begegnungen zu schaffen, und zum Beispiel Schulräume nach Unterrichtsende als Begegnungsstätten zu nutzen. Und warum nicht auch die Schulhöfe attraktiver und als Freizeitfläche gestalten? Für „zukunftsfähige Räume“ sprachen sich die Vertreter der Schulen aus. So bedürfe auch das Musterflächenprogramm im Schulbau einer Überarbeitung. Die Kita-Vertreter wiesen darauf hin, dass die Errichtung von neuen Kitas in Niendorf unabdingbar sei und zudem der Flächenschlüssel neu berechnet werden sollte.

Konkrete Forderungen

Neben den „großen“ Themen, die auch überregional beschäftigen, standen zudem zwei konkrete Stadtteil-Forderungen im Fokus: Das ist zum einen der Ausbau der Sporthalle am Standort Paul-Sorge-Straße zu einer Drei-Feld-Halle sowie die Bereitstellung von Übergangsräumen für die Initiative „Wir für Niendorf“, die derzeit noch in der Alten Schule am Tibarg beheimatet ist. kh

Lokale Bildungskonferenz – was ist das überhaupt?

Regionale Bildungskonferenzen als gemeinsames Projekt aller Hamburger Bezirke und der Behörde für Schule und Berufsbildung haben das Ziel, Vernetzungen und Kooperationen zwischen den Akteuren in den Stadtteilen aufzugreifen und auszubauen. Lokale Bedarfslagen sollen erfasst und gemeinsam Empfehlungen und neue Projekte entwickelt werden. In Eimsbüttel gibt es Lokale Bildungskonferenzen in den Stadtteilen Eimsbüttel-Kerngebiet, Lokstedt, Eidelstedt und Niendorf. Jährlich im Herbst findet eine „Bezirkliche Bildungskonferenz“ für den gesamten Bezirk statt.

Die Steuerungsgruppe RBK Eimsbüttel mit Vertretern der Schulbehörde und der Bezirksverwaltung trägt die Gesamtverantwortung der Eimsbütteler Bildungskonferenzen und begleitet den Gesamtprozess im Bezirk. Sie nimmt Schwerpunkte und Empfehlungen aus den Lokalen Bildungskonferenzen auf und gibt Themen an die bezirksübergreifende RBK-Lenkungsgruppe weiter. Empfehlungen der Bildungskonferenzen müssen binnen sechs Wochen von der Behörde beantwortet werden. (kh)

 

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