Parkanlage, Boule-Platz und Bänke im Bereich der Kleingartenanlage auf der Höhe der Querung Vogt-Kock-Weg Visualisierung: Moka-studio/Pola Landschaftsarchitekten GmbH

Ein neuer Park mit Kleingärten

Die Pläne für die grüne Oase auf dem Schnelsen-Deckel

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Die Vorarbeiten für die anstehende Parkgestaltung auf dem
Betondeckel sind in vollem Gang. Das Wochenblatt verrät
in einem Überblick, was die Parkbesucher ab Herbst 2021 erwartet.

Seit Ende Oktober wird die Betondecke des Schnelsen-Tunnels für die ab Mai 2020 geplante Begrünung und Bebauung vorbereitet. Auf den Erd-Unterboden bringt das Bezirksamt Eimsbüttel eine weitere Erdschicht auf, so dass die Höhe der aufgeschütteten Erde rund 120 Zentimeter beträgt. „Insbesondere wegen der kleingärtnerischen Nutzung müssen die Böden hohe Anforderungen an die Schadstofffreiheit erfüllen“, erklärt Kay Becker vom Bezirksamt.

Das zentrale Element der Deckeloberfläche wird eine große, offene Park- und Picknickwiese sein, so der Bezirksamtssprecher. Sie reicht in Nord-Südrichtung von der Frohme- bis zur Heidlohstraße über eine Länge von 350 Metern. In Richtung Heidlohstraße wird die Parkwiese laut Becker mit Bäumen bepflanzt. Als Hauptverbindung in Nord-Süd-Richtung ist eine Esplanade als großzügiger Flanierweg geplant. Dazu kommen eine Boulebahn und Bänke.

Nördlich der Frohmestraße sind 13 Kleingärten vorgesehen, südlich werden weitere Kleingärten in den Randbereichen gebaut: Insgesamt 42 Parzellen mit einer Größe von durchschnittlich 254 Quadratmetern. Sie werden Teil des Parks.

An der Frohmestraße entsteht als Eingang zum Park ein Quartiersplatz. Zentrum des Platzes ist eine erhöhte Fläche mit Baumhain inklusive einer Tisch-Bank-Kombination, so Becker. Eine öffentliche Toilette ist nicht vorgesehen.

Die Esplanade stellt die direkte Verbindung zwischen Frohmestraße und Heidlohstraße her und verläuft als Hauptweg auf der Westseite parallel zum Jungborn. Radfahrer können den Weg zwischen Heidlohstraße und Jungborn ebenfalls benutzen. Zudem entstehe quer über den Deckel eine neue Wegeverbindung zwischen Vogt-Kock-Weg und Jungborn, erklärt Becker.

Die künftige Parkoberfläche wird größere Höhenunterschiede haben. Doch werden die Wege nicht mehr als sechs Prozent Steigung und Gefälle aufweisen, versichert Becker. Bei Zugängen mit Treppenstufen soll es an anderer Stelle eine stufenlose Alternative geben. Ein starker Hell-Dunkel-Kontrast zwischen Oberflächenbelag und Wegen soll die Orientierung erleichtern. Insgesamt werden etwa 150 Bäume gepflanzt. Bei der Auswahl wurde laut Becker auf Anpassungsfähigkeit an das Stadtklima und auf ganzjährige Blüh-, Farb-, und Frucht-aspekte geachtet. Wichtig waren auch Insekten- und Vogelfreundlichkeit. Entlang der Esplanade werden Amberbäume, Ahornarten, Magnolien, Frühlingskirschen und Zieräpfel gepflanzt. Dazu kommen Stauden und Gräser. Auf der Rasenfläche im Bereich des Baumhains sind Frühjahrsblüher wie Zierlauch, Narzissen, Krokus und Tulpen geplant.

 Infos zum Lärmschutzdeckel Schnelsen:
www.hamburg.de/fernstrassen/deckel-schnelsen/

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