Die Referenten der 9. Lokalen Bildungskonferenz Lokstedt Foto: kh

Müll entsteht besser
gar nicht erst

9. Lokale Bildungskonferenz Lokstedt
zum Thema Abfallvermeidung

Archiv| Views: 271

Was können wir konkret in Lokstedt tun, um Müll zu vermeiden?
Wie gehen Schulen mit dem Thema um und an welchen Stellen
können sie sich verbessern? Diesen Fragen stellten sich die
Teilnehmer der 9. Lokalen Bildungskonferenz Lokstedt, die am
vergangenen Donnerstag am Gymnasium Corveystraße stattfand.

„Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht“, brachte es Janina Heel vom Verein Hamburg Unverpackt als Referentin auf den Punkt: „Im Thema Nachhaltigkeit liegt weniger ein Verzicht als vielmehr eine Menge kreatives Potential.“ Sei es die Wurmkiste für den Bio-Müll, die selbsthergestellten Reinigungsmittel (zum Beispiel auch von Schülern) oder sei es, bei Kleidung auf Qualität und weniger auf Quantität zu setzen – im Alltag gebe es eine Menge Möglichkeiten, um Müll gar nicht erst entstehen zu lassen.

Dass nicht nur jeder selbst etwas tun kann, sondern vor allem tun muss, darauf wies auch Horst Hühn von Greenpeace Hamburg hin. In seinem Vortrag über die immense Plastikverschmutzung in den Weltmeeren zeigte er anhand der globalen Müll-Problematik exemplarisch auf, dass es längst Zeit zum Handeln ist.

Dass nachhaltiges Handeln auch in den Schulen angekommen ist, erläuterten die Schülerinnen der zehnten Jahrgangsstufe Micah und Pauline, die sich aktiv in der Klima-AG des Gymnasiums Corveystraße als ausgezeichnete Klimaschule für den Umweltschutz engagieren. Mit einer Klima-Mottowoche, einer Handy-Sammelaktion sowie dem „Corvey-Becherheld“, einem schuleigenen wiederverwendbaren Kaffeebecher, konnten schon einige Aktionen erfolgreich umgesetzt werden.

Ideen für Schulalltag
Weiteren kreativen Input gab es in einer Diskussionsrunde in kleinen Gruppen. Das Thema Konsum könne beispielsweise in jedes Unterrichtsfach integriert werden, kam unter anderem als konstruktiver Impuls. Auch von einem nachhaltigen, plastikfreien Weihnachtsbasar sowie von autofreien Tagen an den Schulen war die Rede. Und warum für Schüler die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nicht künftig kostenfrei anbieten? Wie bereits an anderen Hamburger Schulen praktiziert, könnte ein „Repair-Café“ auch in Lokstedt Schule machen.

Einig waren sich alle Teilnehmer aus den lokalen Bildungs- und Kultureinrichtungen, dass eine Vernetzung und Kooperationen wichtig sind, um Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln, umzusetzen und in die Breite zu streuen, um dadurch auch die politische Ebene für größere nachhaltige Veränderungen zu erreichen. Ein erster Schritt dazu wurde an diesem produktiven Abend bereits getan. kh

Comments are closed.