Ex-Profi Daniel Brückner ist stolz auf seine algerischen Wurzeln Foto: Lzi

Ein Ex-Bundesliga-Profi
in Niendorf

Daniel Brückner seit 2018 beim Oberligisten

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Ein ehemaliger Bundesliga-Profi als Leitwolf: Daniel Brückner
spielt seit dem Sommer 2018 für den Niendorfer TSV in der
Oberliga. Dabei überzeugt er nicht nur auf dem Platz. Er gibt
seine Erfahrungen auch an die jungen Spieler weiter und hat
mit 38 Jahren noch nichts von seiner Motivation verloren.

„Die Jungs sind cool“, sagt Brückner über seine Mannschaftskameraden. Der Linksfuß mit den algerischen Wurzeln fühlte sich in Niendorf schnell wohl und zeigte sofort, dass er kein Ex-Profi ist, der gemütlich die Karriere ausklingen lässt. Selbst nach Spielschluss oder Auswechslungen sucht er sofort das Gespräch mit seinen Kollegen, um darüber zu diskutieren, wie sie noch besser werden können. „Uns fehlen manchmal die Zielstrebigkeit und der Killerinstinkt vor dem Tor“, erklärt Brückner.

Sein Ehrgeiz reißt die anderen mit. Brückner war dort, wo seine jüngeren Mitspieler noch hinwollen.

Mit Paderborn spielte „Bohne“ (sein Spitzname) in der ersten und zweiten Liga, auch für Fürth war er im Bundesliga-Unterhaus am Ball. Dazu kamen bis zu seinem Wechsel nach Niendorf noch mehrere Jahre für Rot-Weiß Erfurt in der dritten Liga. Eine beeindruckende Vita für jemanden, der sich vor dem Karrieresprung viele Jahre durch die Niederungen des Amateurfußballs kämpfte.

Bis 2004 spielte Brückner für den HEBC und die Bundesliga war weit entfernt. Dann verpflichtete ihn Werder Bremen. Dort kickte der in Hamburg aufgewachsene Linksfuß zwar nur in der zweiten Mannschaft, war aber so gut, dass Zweitligisten auf ihn aufmerksam wurden. Den Höhepunkt seiner Laufbahn erlebte er beim SC Paderborn. Mit dem SC schaffte er 2014 den Aufstieg in die Bundesliga und kam in der ersten Liga 23 Mal zum Einsatz.

Immer noch gut im Sprint
Niendorf könnte für ihn nun die letzte Station seiner Karriere sein. Die muss im Sommer nicht zwingend vorüber sein. Auch mit 38 sprintet Brückner immer noch unermüdlich auf dem linken Flügel und versucht, seine Teamkollegen mitzureißen. „Ich gebe meine Erfahrungen gerne weiter und hoffe, dass ich damit den Jungs helfen kann“, sagt er. Wobei er nach eigener Aussage nicht der Lautsprecher in der Kabine ist. Aber dafür ein sympathischer Gesprächspartner, der etwas zu sagen hat und gerne über seine algerischen Wurzeln spricht.

Wie sehr ihm das Land am Herzen liegt, zeigt sein Schweißband in den algerischen Landesfarben. Brückner hat zudem regelmäßigen Kontakt zu Verwandten, die in dem afrikanischen Land leben. „Und natürlich inte-ressieren mich auch der algerische Fußball und die Spiele der Nationalelf“, berichtet Brückner. lzi

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