Wirbel um Husen-Interview

FDP und SPD widersprechen Grünen-Politikerin

Archiv| Views: 317

Eine Aussage von der designierten Bezirksamtsleiterin Katja Husen
im Wochenblatt-Interview hat bei den Eimsbütteler
Fraktionen von FDP und SPD für große Verärgerung gesorgt.

NATASCHA GOTTA

In der vergangenen Wochenblatt-Ausgabe hat Katja Husen (Grüne), die auf der Bezirksversammlung Ende November voraussichtlich per konstruktivem Misstrauensvotum den derzeitigen Eimsbütteler Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) vorzeitig ablösen wird, über ihre Pläne und Zielsetzungen für den Bezirk gesprochen.

Dabei wurde die Grünen-Politikerin auch gefragt, ob es bereits Vorstellungsrunden bei den Fraktionen von SPD und FDP gegeben habe. Ihre Antwort lautete: „Die SPD hat ein Treffen abgelehnt. Die FDP hat nicht geantwortet.“

Dieser Aussage widersprechen SPD und FDP. Aus diesem Grund gibt das Wochenblatt den Fraktionsvorsitzenden von SPD, FDP und Grünen die Gelegenheit, zu dieser umstrittenen Aussage Stellung zu beziehen.

Ali Mir Agha, Grünen-Co-Fraktionsvorsitzender Eimsbüttel:
Wir wollten allen bis auf die AfD einen Besuch von Katja Husen und mir anbieten. Am Tag der letzten Verhandlungsrunde wurden wir auf einen FDP-Antrag gegen eine Neuwahl hingewiesen. Der Duktus gegenüber Frau Husen war hierbei bedenklich. Daher haben wir von einem Angebot an die FDP abgesehen. Die SPD hat ein Angebot erhalten. Da keine Rückmeldung erfolgte, gingen wir davon aus, dass ein Besuch nicht erwünscht sei. Sollte die SPD es nun anders sehen, freuen wir uns über eine Einladung.

Benjamin Schwanke, FDP-Fraktionsvorsitzender Eimsbüttel:
Verwundert hat meine Fraktion das Interview der Bezirksamtsleiterkandidatin Katja Husen gelesen. Dort behauptet Frau Husen, die FDP habe auf das Kennenlern-Angebot nicht geantwortet. Frau Husen hat auf unsere Nachfrage zwischenzeitlich mitgeteilt, ‚Das hat sich im Nachhinein als nicht zutreffend herausgestellt.‘ Das nunmehr nachgeholte persönliche Gesprächsangebot von Frau Husen werden wir gerne wohlwollend auf unserer nächsten Fraktionsvorstandssitzung prüfen.

Gabor Gottlieb, SPD-Fraktionsvorsitzender Eimsbüttel:
Die Grün-Schwarze Intransparenz ist unerträglich: Kay Gätgens soll nur zwei Jahre nach der gemeinsamen Wahl ohne inhaltlichen Grund abgewählt werden. Eine Ausschreibung zur Bestenauslese gibt es nicht. Die ausgekungelte Kandidatin der Grünen hatte weder Kontakt aufgenommen noch hat die SPD ein Gesprächsangebot abgelehnt. Ihre gegenteilige Aussage ist schlicht unwahr. Von einer Kandidatin für ein solches Amt erwarten wir einen anständigen Umgang mit der politischen Konkurrenz.

Comments are closed.