Marvin Karow (rechts) lenkte im Mittelfeld das Niendorfer Spiel Foto: NTSV_Karow

Sieg vor den Wochen
der Wahrheit

Niendorfer TSV gewinnt mit
4:1 beim Bramfelder SV

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Dank eines 4:1-Erfolges gegen den Bramfelder SV setzen sich
die Fußballer des Niendorfer TSV in der Spitzengruppe der
Oberliga fest. Die Spiele gegen HSV III, Barmbek-Uhlenhorst
und Sasel entscheiden nun, wie weit der NTSV nach oben blicken kann.
Das Spiel in Bramfeld gab darüber noch keine endgültigen Aufschlüsse.

Niendorfs Trainer Ali Farhadi hofft auf drei Heimsiege in den kommenden Spielen Foto: NTSV_AliFarhadi

Niendorfs Trainer Ali Farhadi wusste es schon vorher. „Solche Spiele sind unangenehm“, sagte er kurz vor dem Anpfiff. Gegen den Tabellenletzten gehe jeder von einem Sieg aus und gerade deshalb sei Bramfeld ein gefährlicher Gegner. Farhadi hätte allerdings wahrscheinlich gut darauf verzichten können, dass seine Elf diese Einschätzung bestätigt. Der NTSV war zwar von Anfang an überlegen, tat sich jedoch gegen die kämpferisch starken Gastgeber schwer. Mit etwas Glück hätte der BSV sogar in Führung gehen können. Erst kurz vor der Halbzeitpause gelang es den Niendorfern, ihre spielerische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Und das gleich doppelt. Erst traf Daniel Brückner, dann legte Tim Philipp Krüger nach. „Das war der Dosenöffner“, erklärte Farhadi. Die Tore seien in einem psychologisch wichtigen Moment gefallen.

Für diese Erkenntnis mag man in manchen TV-Shows Geld ins Phrasenschwein einzahlen. Das ändert aber nichts daran, dass sie zumindest in Bramfeld zutraf. In der zweiten Hälfte lief das vorher eher zähe NTSV-Spiel plötzlich wesentlich flüssiger. Das zeigte sich beim dritten Treffer in der 58. Minute, als Ilyas Afsin eine gelungene Kombination über Marvin Karow und Lawrence Schön vollendete. Zwar erzielte Bramfelds Christian Westphal in der 61. Minute nach einer Ecke den Ehrentreffer für den BSV. Die Hoffnung auf eine Aufholjagd hielt jedoch nur wenige Minuten an. Nach einem Pass von Brückner traf Fynn Huneke in der 67. Minute zum 4:1-Endstand.

Farhadi freute sich über die drei Punkte, fordert aber von seinem Team in den kommenden Wochen eine Steigerung. Ihm missfallen vor allem gelegentliche Wackler in der Defensive und der fahrlässige Umgang mit den eigenen Chancen. Nachlässigkeiten, die sich gegen stärkere Kontrahenten als Bramfeld rächen könnten.

Wie gut der NTSV wirklich ist, zeigt sich in den kommenden drei Spielen gegen den starken Aufsteiger HSV III mit Ex-Nationalspieler Marcell Jansen (31. Oktober, 14 Uhr) sowie die beiden Spitzenteams Barmbek-Uhlenhorst (3. November, 14 Uhr) und Sasel (10. November, 14 Uhr). In allen drei Partien hat der NTSV Heimrecht und kann am Sachsenweg die Weichen für eine richtig gute Saison stellen. Mit drei Siegen könnten sich die Niendorfer auf Platz zwei hinter den unangefochtenen Spitzenreiter Dassendorf schieben. lzi

 

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