Die Plakataktion ist ein Projekt der dritten Klassen Foto: privat

Lasst bitte unsere
Bäume stehen!

Grundschüler kämpfen für
Buchen in Döhrntwiete

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Im Zuge der umstrittenen endgültigen Herstellung von Döhrnstraße
und –twiete sollen alte Buchen fallen. Dagegen protestieren die Schüler
der Grundschule Döhrnstraße mit einer Plakataktion.

Im Juni forderten Bezirkspolitiker von SPD und Grünen im Regionalausschuss, einen umweltverträglichen Umbau von Döhrnstraße und Döhrntwiete zu prüfen, der den Erhalt der Buchenhecke ermöglicht (das Wochenblatt berichtete). Die vorgestellte Planung orientiert sich „bereits an dem maximal möglichen Grünerhalt“, teilte die Bezirksverwaltung dazu am 15. Oktober mit. Diesbezüglich würden derzeit Abstimmungen durchgeführt. Eine Überprüfung der Planung könne erst nach Abschluss der Abstimmungen vorgenommen werden. Neben dem Abholzen der alten Bäume kritisieren Anwohner auch die massive Verbreiterung der Straßen. Diese würde zu mehr Verkehr führen.

Diese Hainbuchen-Reihe direkt am Schulhof ist vom Abholzen bedroht Foto: mf

Gang durch Lokstedt ist geplant
An der Grundschule Döhrnstraße haben sich Lehrer und Schüler damit beschäftigt, welchen Wert und welche Aufgabe Bäume für Menschen haben. Daraus entstanden zahlreiche bunte Plakate: „Die Kinder des dritten Jahrgangs hatten den Auftrag, auf den Schulhof zu gehen und sich vorzustellen, wie es sich ohne die Bäume anfühlen und wie es aussehen würde“, erläutert Schulleiterin Patricia Müller und kündigt an: „Als nächstes ist ein Unterrichtsgang durch Lokstedt mit Plakaten der ganzen Schule geplant.“

Sebastian Dorsch, Sprecher der Grünen Stadtteilgruppe Lokstedt, ist begeistert vom Einsatz der Kinder für die Bäume und ein besseres Klima: „Die Bilder machen klar, dass sie dabei an heute und morgen denken, an ihren Schulhof, aber auch weit da-rüber hinaus. Bei der weiteren Planung setzen wir uns für den Erhalt ein.“ Auch Christoph Müller von den Aktivisten Döhrnstraße / -twiete begrüßt die Aktion und gibt kritisch zu bedenken: „Bleibt die Hoffnung, dass sich die zahlreichen Vereinsparker, oft Eltern die ihre Kinder zum Sport begleiten, sich für die Bilder und Botschaften der Kinder etwas Zeit nehmen. Die Kinder haben verstanden, dass der Erhalt dieser Bäume in ihrem natürlichen Lebensraum wichtiger ist als deren Abholzung zugunsten einiger weniger Parkplätze.“ mf

 

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