Wollen in Lokstedt bleiben: die Schüler des LFH Foto: privat

Eltern sind gegen
die Schultrennung

Ein Teil des Lycée Francais soll nach Altona

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Ein Teil des Lokstedter  Lycée Francais de Hambourg (LFH)
soll nach Altona umziehen. Eltern wehren
sich gegen die Planungen der Schulbehörde.

Auf dem Schulcampus an der Königstraße sollen drei eigenständige Schulen einziehen. Dazu gehört neben dem Gymnasium Struenseestraße und der Grundschule an der Elbe ab dem Schuljahr 2020/21 auch das Deutsch-Französische Gymnasium. Für letzteres wird das LFH als sogenannte „Ersatzschule“ aufgelöst. Der Umzug betrifft die Schüler ab der sechsten Klasse, die Jüngeren bleiben am jetzigen Standort im Lokstedter Hartsprung. Seitens der Eltern kommt scharfe Kritik an dieser Schultrennung. Viele Familien haben extra für den Schulbesuch ihrer Kinder  Immobilien in Lokstedt oder Niendorf erworben. Besonders für Familien mit mehreren Kindern wird es „logistisch schwierig“, kritisiert Mutter Johanna Pasdeloup: „Ein Kind muss nach Lokstedt gebracht werden, das andere nach Altona. Die Schulbehörde hat nicht darüber nachgedacht, wie das funktionieren soll.“

Bewährtes wird zerschlagen
Die Umzugspläne sind bereits seit einigen Jahren bekannt und wurden seitens des damaligen Trägervereins teilweise positiv aufgenommen. Die Eltern begrüßen das Deutsch-Französische Gymnasium mit der Möglichkeit, sowohl das deutsche Abitur als auch das französische Pendant Baccalauréat abzulegen. „Der Umzug wurde aber politisch entschieden und nicht im Sinne der Kinder“, kritisiert Johanna Pasdeloup. „Was an anderen Standorten mühevoll entsteht, wird hier kurzerhand zerschlagen: eine Langzeitschule“, kritisieren Eltern in einem gemeinsamen Statement.

Die vom Senat genannte bessere Verkehrsanbindung an den neuen Standort lassen die Eltern nicht gelten, da der Hartsprung von der U2 und Metrobuslinie 5 sehr gut erreichbar sei. „Lokstedt ist ein frankophon geprägtes Stadtviertel. Es sind über Jahrzehnte Strukturen entstanden, die sich nicht ohne weiteres verpflanzen lassen“, betonen die Eltern außerdem und verweisen auf umliegende deutsch-französische Krippen und die Grundschule Hinter der Lieth mit einer bilingualen Klasse. mf

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