Ab Dezember wird der A7-Verkehr Richtung Flensburg auf drei Fahrspuren durch die Oströhre fließen (Blick auf Tunneleinfahrt) Foto: ngo

A7: Endspurt beim
Tunnel-Ausbau

Ab Dezember alles unter einem Deckel

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Im Dezember soll der Autobahnverkehr für immer unter
dem Lärmschutzdeckel verschwinden. Wenige
Wochen vor der Tunnel-Freigabe sind noch zwei
55-Stunden-Vollsperrungen der A7 notwendig.

Bei der ersten Vollsperrung Mitte September wurde der sogenannte Flüsterasphalt auf die A7 aufgebracht. Nach Fertigstellung der Oströhre und der Sicherheitsprüfungen aller technischen Anlagen im Tunnel soll der gesamte Verkehr in diese neu gebaute Röhre verlegt werden. Dafür wird die A7 zwischen den Anschlussstellen HH-Eidelstedt und HH-Schnelsen-Nord voll gesperrt: von Freitag, 25. Oktober, 22 Uhr bis Montag, 28. Oktober, 5 Uhr. Die Weströhre, durch die bislang der gesamte A7-Verkehr rollte, wird ab dem 28.10. für den Normalbetrieb umgebaut. Dabei werden die Signalanlagen vom bisherigen vierspurigen Gegenverkehrsbetrieb auf den dreispurigen Verkehr in Richtung Hannover umgerüstet. Dafür plant das Baukonsortium Via Solutions Nord (VSN) fünf Wochen ein. Ab dem 28.10. wird auch die A7-Auffahrt an der AS-HH-Schnelsen Richtung Flensburg wieder geöffnet.

In jeder Röhre hängen 12 Belüftungsturbinen an der Tunneldecke Foto: ngo

Die Vollsperrung der Brücke Vielohweg wird voraussichtlich einen Monat länger als geplant dauern. Nach derzeitigem Stand soll die wichtige Verbindung zwischen Niendorf und Schnelsen Ende Oktober, Anfang November freigegeben werden. „Der Grund für die spätere Fertigstellung ist ein Kapazitäts-engpass bei den Nachunternehmern“, sagt VSN-Sprecher Florian Zettel. Von Freitag, 6. Dezember, 22 Uhr, bis Montag, 9. Dezember, 5 Uhr, wird die A7 zwischen den Anschluss-stellen HH-Eidelstedt und HH-Schnelsen-Nord zum letzten Mal für 55 Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt. In der Sperrzeit wird der A7-Verkehr Richtung Süden zurück in die Weströhre verlegt. Mit Freigabe des Schnelsen-Tunnels wird auch die Auffahrt HH-Schnelsen Richtung Hannover wiedereröffnet. Danach sollen die Restarbeiten im Mittelstreifenbereich starten. Pa-rallel zu diesen Arbeiten werden 35.000 Tonnen Erde als Unterboden für den späteren Park und die Kleingärten auf dem Deckel aufgebracht. Die Übergabe an das Bezirksamt Eimsbüttel für die Ausgestaltung der neuen Grünanlage in Schnelsen solle nach aktueller Planung im ersten Halbjahr 2020 erfolgen, so VSN-Sprecher Florian Zettel. ngo

Zahlen und Fakten:
‰ Beton (gesamter Deckel): 33000 Kubikmeter (m3) oder 5000 Lkw-Ladungen;
davon 12000 m3 für Oströhre.

‰ ‰ Stahl (gesamter Deckel): 5000 Tonnen; davon 2000 für Oströhre.
‰ ‰ Bohrpfähle (gesamter Deckel): 757 Stück, bis zu 22 Meter Tiefe;
davon 258 Pfähle für Oströhre.

‰ ‰ 42 Beton-Decken-Elemente für die Oströhre.
‰ ‰ Tunnellänge: 550 Meter (mit Portalbauwerken 580 m)
‰ ‰ Tunnelbreite: 34 Meter
‰ ‰ Fahrspuren: 2×3 Fahrspuren (à 3,50 m) plus Standspur und Notgehweg pro Röhre.
‰ ‰ Lärmschutzwände (LSW): Höhe der LSW zwischen 4-8,50 m.
‰ ‰ Insgesamt ca. 7,6 Kilometer LSW.
‰ ‰ Sicherheit (gesamter Deckel): Über 60 Kameras; 66 Grenzflächen-Hörner und
20 Hornrichtlautsprecher;
12 Belüftungsturbinen pro Röhre; 9 Fluchttüren pro
Röhre, alle
150 Meter eine Notrufstation.

HSV – VfB Stuttgart
Wegen des Fußball-spiels zwischen HSV und VfB Stuttgart wird am 26.10. mit massiven Verkehrsproblemen im Bereich Schnelsen/Stellingen gerechnet. Hamburgs Verkehrskoordinator Christian Merl rät Fußballfans auf Bahn und Bus umzusteigen.

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