Die Versiegelung weiterer Flächen im Zuge des A7-Ausbaus macht ein zweites, großes Regenrückhaltebecken notwendig, um das kleinere Rückhaltebecken (o.re. im Anschnitt) zu entlasten

Endlich Ruhe
in der Feldmark

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Bei einem Vor-Ort-Termin am neuen Regenrückhaltebecken im
Gehege verschafften sich Mitglieder des Vereins Pro Niendorfer Gehege
mit Baubeauftragten der A7 einen Überblick über die Arbeiten.

Auch wenn sich für Hamburgs A7-Baustellenkoordinator Christian Merl die  Bauarbeiten auf der  Schlussgeraden befinden, gibt es für die Mitglieder vom Pro Niendorfer Gehege noch Klärungsbedarf. Das Ziel ihrer „Schutz-agenda“: Eine naturnahe Gestaltung des für den A7-Ausbau notwendigen Rückhaltebeckens am Brookgraben. Ganz wichtig ist laut Vorstandsmitglied Inge Bornemann eine kürzere Zufahrt für Lkw und schweres Gerät zum Rückhaltebecken. Bereits jetzt kommen die Lkw-Fahrer über den asphaltierten Beentkamp und fahren direkt geradeaus weiter auf das Baugelände. An dieser Routenführung wird sich nichts ändern, versichert Merl. Mit dieser Lösung wird der Spazier- und Wanderweg zwischen dem alten Rückhaltebecken und dem Brookgraben vor Schäden durch schwere Transporter geschützt. Ursprünglich sollte aus Sicherheitsgründen ein zwei Meter hoher Stabgitterzaun die technische Anlage umschließen. Stattdessen wird ein 1,20 Meter hoher Wildschutzzaun aus Eichenspaltpfählen das Becken vor unerlaubtem Betreten absichern. Das sei laut Verkehrskoordinator Merl ein Kompromiss und Zugeständnis an die Spaziergänger. Beim Thema Begrünung und Bepflanzung will die Planungsgesellschaft Deges nachbessern und das teurere regionale Saatgut verwenden. Eine sinnvolle Maßnahme findet Axel Thiemann vom Pro Niendorfer Gehege: „Wenn nicht nur Gras, sondern auch heimische Kräuter wachsen, wird die Artenvielfalt im Gehege unterstützt“.

Nach Fertigstellung des Regenrückhaltebeckens soll ein naturnaher Zaun die Anlage vor unbefugtem Betreten schützen Fotos: ngo

Bis zur Fertigstellung im Dezember müssen etwa 1000 Kubikmeter Erde von der Baustelle abtransportiert werden. Frank Krüger von Via Solutions Nord und zuständig für die Baustelle, rechnet mit etwa 350 Lkw-Fuhren. Der Grund für den späten Abtransport: In aufwendigen Verfahren wurde geprüft, ob sich die Erde für den künftigen Quartierspark auf dem Schnelsen-Deckel eignet. Das hätte lange Transportwege verhindert, so Merl. Laut Prüfergebnissen eignet sich der Erdaushub aber nicht.

Nach dem Abtransport wird es wieder ruhiger in der Feldmark, versichert VSN-Sprecher Florian Zettel. Für Pflege- und Mäharbeiten am Beckenrand und die halbjährliche Wasserkontrolle werden keine schweren Lkw-Fahrzeuge anrollen. Der genaue Pflegerhythmus werde sich erst nach Inbetriebnahme des Beckens zeigen. „Unsere langjährigen Anstrengungen, die baulichen Eingriffe in das Landschaftsbild niedrig zu halten, haben Erfolg gezeigt“, freut sich Axel Thiemann vom Pro Niendorfer Gehege nach dem Treffen. ngo

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