„Mir ist es wichtig, dass man auf die Umwelt achtet und sich unsere Generation für den Erhalt einsetzt“, sagt Philip aus der 7 A der Stadtteilschule Niendorf Foto: cc

Schüler für mehr
Klimaschutz

Friedlicher Protest der Stadtteilschule
Niendorf und Grundschule Sethweg

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Die Schüler der Grundschule Sethweg in Niendorf fordern einen besseren Schutz für die Umwelt Foto: ngo

Ausgestattet mit selbstgemalten Plakaten demonstrierten viele hundert Schüler der Stadtteilschule Niendorf und der Grundschule Sethweg am vergangenen Freitag für mehr Klimaschutz.

Um zwölf Uhr mittags versammelten sich die SiebtklässlerInnen vor dem Schulgebäude in der Paul-Sorge-Straße. Klassenlehrer der 7 G, Martin Auge, hatte seine SchülerInnen im Rahmen der Projektwoche „Kinder einer Welt“ gefragt, ob und wie sie dabei sein wollten. Sie wollten und fünf von sieben 7. Klassen beteiligten sich dann auch in Niendorf an den weltweiten Klimademos. „Mir ist es wichtig, dass wir auf die Umwelt achten. Leider dürfen wir nicht in die Stadt fahren, die Lehrer dürfen nicht demonstrieren. Also demonstrieren wir hier“, sagt Philip aus der 7 A. Und auch David aus der 7 B musste nicht lange überredet werden, an der Aktion teilzunehmen.
„Ich möchte, dass die Leute hier in Niendorf mitkriegen, dass wir Fridays for Future unterstützen.“ „Eine ganze Generation von Kindern ist inzwischen bereit sich zu engagieren“, begründet Marcel seine Teilnahme. Davon, dass Leitfigur Greta Thunberg vor allem eins, einen guten Job, macht, ist Schülerin Finja aus der 7 D überzeugt: „Ich glaube für sie ist das, was sie tut, sich gegen den Klimawandel in der Welt einzusetzen, sehr wichtig.“Anlass für die weltweiten Fridays for Future-Demonstrationen war der Klimagipfel der UN in New York, zu dem am Montag zahlreiche Staats- und Regierungschefs erwartet wurden. Allein in Hamburg hatten sich mehr als 70.000 Menschen beteiligt.
Gefordert wird der Kohleausstieg bis 2030 und eine komplett nachhaltige Energieversorgung sowie die sogenannte Nettonull bis 2035. Bis Ende des Jahres 2019 solle ein Viertel der Kohlekraft abgeschaltet, Subventionen für fossile Energie beendet und die CO2-Steuer eingeführt werden. Ziel aller Maßnahmen ist die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad und die Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaabkommens.

Auch Schüler der Schule Sethweg protestierten mit

Die Kinder der Grundschule Sethweg marschierten am internationalen Klimaschutztag vom Sethweg bis zur Fußgängerzone auf dem Tibarg und unterstützten die globale Fridays for Future-Bewegung.
Die Niendorfer Umweltschule setzte am Freitag vergangener Woche ein Zeichen in ihrem Stadtteil. Ausgerüstet mit selbst gemalten Plakaten und Schildern starteten die Kinder der 1. bis 4. Klassen gegen 10 Uhr ihren Protestzug vom Schulgelände am Sethweg in Richtung Tibarg-Süd. Begleitet wurden die gut 300 Schüler von ihren Lehren, vielen Eltern und fünf Polizeibeamten vom Polizeikommissariat 24. Für den Marsch wurde die Paul-Sorge-Straße für den Verkehr gesperrt. Während ihres gesamten Protestzuges hielten die jungen Schüler ihre Plakate und Schilder mit dem Tenor „Rettet die Meere“, „Rettet die Welt“, „Züge statt Flüge“ in die Luft und riefen „Wir sind hier, wird sind laut, weil Ihr unsere Zukunft klaut“.
Für die meisten Kinder war es die erste Demo ihres Lebens. Gemeinsam sangen die Schüler immer wieder lautstark ihren Schulsong „Sethweg“. Den Refrain hatten die Schüler extra für die Demo umgeschrieben: „Umweltschulen, Umweltschulen, zusammen sind wird stark. Umweltschulen, Umweltschulen, zusammen nicht allein. Lasst doch mal das Auto steh’n, denn wir woll’n zu Fuß zur Schule geh’n.“
Viele Anwohner winkten den jungen Protestlern aus Fenstern und von Balkonen auf der gesamten Demo-Strecke zu. Nach etwa zwei Stunden waren die Schüler zurück im Sethweg. Eva Plexnies, Lehrerin der Klasse 1b, zeigte sich ganz begeistert vom Engagement der Kinder: „Ich finde es unglaublich, wie viel Umweltbewusstsein und -wissen meine Schüler bereits haben.“ (cc, ngo)

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