Frisch gegründet: Die Lokstedter Minifeuerwehr
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Lokstedts lütte Feuerwehrleute

Feierliche Gründung der Minifeuerwehr

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„Vielleicht steht einer von Euch in 20 Jahren an dieser Stelle“, richtete Jörg Riisgaard, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lokstedt, das Wort an seine neuen jungen Kameraden. Riisgaard und Kollegen der Hamburger Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr feierten am Sonnabend, 7. September, die Gründung der Lokstedter Minifeuerwehr.

Eine der 20 Jungen und Mädchen im Alter zwischen fünf und neun Jahren ist Leonie. „Mein Vater ist bei der Feuerwehr und ich bin mit der Feuerwehr groß geworden!“ erklärt die Neunjährige. Zusammen mit den anderen lernt sie nun spielerisch die Abläufe in einer Feuerwehrwache kennen, wie man einen Notruf absetzt, was beim Brandschutz wichtig ist, welche Gerätschaften rund ums Löschen zum Einsatz kommen und vieles mehr. „Damit ist eine Lücke geschlossen“, freut sich Marcel Grabe, frischgebackener Minifeuerwehr-Wart. Denn unter zehnjährige Kinder mussten bisher vertröstet werden. Und auch für den Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr sei so gesorgt: Grabe geht davon aus, dass rund 25 Prozent der Minis bei den Jugendlichen weitermachen werden. Der 27-jährige hat bereits in Geesthacht eine Minifeuerwehr mitgegründet und betreut die lütten Lokstedter in einem fünfköpfigen Team: „Die Kinder sind richtig stolz“, beobachtet er. „Sie stechen im Freundeskreis heraus, denn anders als auf dem Land ist es in Hamburg etwas besonderes, bei der Feuerwehr zu sein.“ Neben kleinen feuerwehrtechnischen Übungen liegt Grabe und seinem Team ganz besonders die Wertevermittlung am Herzen: „Das Gemeinschaftsgefühl zählt. Eine Gruppe ist nur stark, wenn sie sich an den Schwächsten orientiert und niemanden ausschließt.“

Die Lücke ist geschlossen
Mit Lokstedt geht in Hamburg die neunte Minifeuerwehr an den Start. Das Interesse ist riesig, bereits jetzt stehen 12 Kinder auf der Warteliste. „Ihr Minis seid jetzt die jüngsten Feuerwehrleute der Stadt“, begrüßte Stephan Wenderoth von Seiten der Amtsleitung der Hamburger Berufsfeuerwehr die kleinen Kollegen und attestierte Grabe und seinem Team „eine besondere und dauerhafte Verantwortung und eine schöne, anspruchsvolle Aufgabe.“ Das Budget für diese Aufgabe fällt laut Marcel Grabe allerdings dürftig aus. Finanziert wird die Miniwehr vorwiegend durch Spenden. Die Outfits für die kleinen Feuerwehrjungs und –mädchen hat ein Lokstedter spendiert, der anonym bleiben möchte. mf

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