Sommertour: SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf (r.) stellt sich in Niendorf auf dem Tibarg den Fragen der Bürger. Mit dabei: Ann-Kathrin Riegel, Torge Urbanski, Marc Schemmel, Ines Schwarzarius, Milan Pein, Monika Schaal (v.li.n.r., alle SPD Eimsbüttel) Foto: ngo

„Politik für alle“

SPD-Fraktionschef vor Ort in Niendorf

Niendorf| Views: 248

Auf seiner Sommertour durch die Hamburger Stadtteile stellt
sich der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion Dirk Kienscherf
den Anliegen der Bürger und den Fragen vom Wochenblatt.

Niendorfer Wochenblatt: Welche ,Bürger-Aufträge’ nehmen Sie konkret von Ihrer Sommertour insbesondere aus den Stadtteilen Lokstedt, Niendorf und Schnelsen mit ins Rathaus?
Dirk Kienscherf: Die Aufträge lauten: Den Charakter der Stadtteile erhalten, und – wo sinnvoll – weiter entwickeln, etwa  durch Neugestaltung der Tibarg-Mitte. Die Mobilität voranbringen durch den S-Bahn-Ausbau. Zudem sind zusätzliche Schulen in Lokstedt und Schnelsen notwendig. Außerdem gab es auch hier Fragen zur Weiterentwicklung des HVV und zu bezahlbaren Wohnungen.

NW: Der Bezirk Eimsbüttel wird in Zukunft Grün-Schwarz regiert. Was bedeutet das für die rot-grüne Zu-sammenarbeit im Rathaus?
Kienscherf: Die Bezirke agieren eigenständig, deshalb wirken sich Veränderungen dort nicht unmittelbar auf das Arbeitsklima im Rathaus aus. 20 Jahre haben Rot und Grün in Eimsbüttel gut zusammengearbeitet und hätten dies fortsetzen können. Daher verstehe ich die Menschen, die über die derzeitigen Vorgänge verwundert sind.

NW: Bürgermeister Peter Tschentscher will das kostenlose HVV-Schülerticket einführen. Ihr grüner Koalitionspartner kritisiert den Plan als ‚nicht zielführend’, die CDU setzt auf das 365-Euro-Ticket für alle. Warum ist die SPD-Variante der bessere Vorschlag?
Kienscherf: Wir haben einen klaren Plan: Das HVV-Angebot deutlich ausweiten, durch mehr Busse, Bahnen und neue Linien, das Tarifsystem weiterentwickeln und zugleich die Finanzierbarkeit des ÖPNV insgesamt langfristig sicherzustellen. In einem ersten Schritt streichen wir die Sperrzeiten beim Seniorenticket, wollen das 365-Euro-Ticket für Azubis einführen und schrittweise zum 0-Euro-Schülerticket kommen. Durch letzteres entlasten wir konkret Familien und das ist gut so.

NW: Wie will die Hamburger SPD es schaffen, dass auch nach der Bürgerschaftswahl der Bürgermeister Peter Tschentscher heißt?
Kienscherf: Durch weiterhin harte Arbeit. Die SPD führt die Regierung an, stellt den Bürgermeister und bei weitem die meisten Senatoren. Die Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Menschen davon überzeugt ist, dass Hamburg gut regiert wird. Ich bin mir sicher, dass die Menschen ganz genau überlegen werden, welche Person an der Spitze unserer Stadt stehen soll, um die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern zu können. Peter Tschentscher ist ein kluger Kopf mit einer hohen Kompetenz, der die Stadt zusammenhält und Politik für alle macht. Darin liegt die Stärke der SPD. Wir sind keine Klientel-Partei. ngo

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