Sebastian Neumann (v. l.n.r.), Michael Gäde, Dirk Sothmann und Jens-Jürgen Niemeyer wollen Eintracht Lokstedt weiter nach vorne bringen Foto: Zimmermann

Mit Zusammenhalt zum Erfolg

Eintracht Lokstedt will sich in der Landesliga etablieren

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Für die Fußballer von Eintracht Lokstedt 1908 e.V. ging es in
den vergangenen beiden Jahren steil bergauf. Nach dem
Aufstieg 2018 erreichten die Lokstedter in ihrer ersten Landesligasaison
sofort einen Mittelfeldplatz.

Auch in dieser Spielzeit ist das Team von Trainer Anto Josipovic gut aus den Startlöchern gekommen. Die Mannschaft überzeugt durch die Tugenden, die den Verein prägen.
„Bei uns stehen der Zusammenhalt und das Familiäre im Vordergrund“, sagt Michael Gäde, Vorsitzender von Eintracht Lokstedt. Das Aushängeschild der Lokstedter ist die Landesligatruppe. Ihr Erfolg in der zweithöchsten Hamburger Amateur-Spielklasse bringt den gesamten Klub nach vorne. Der Verein sei dadurch für andere Spieler wesentlich attraktiver geworden, so Gäde. Auch Sponsoren honorieren den Eintracht-Aufschwung. Mit Sebastian Neumann haben die Lokstedter inzwischen sogar einen eigenen Marketing-Manager, der den Verein noch stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken soll. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Erfolg in Zukunft gekauft wird. „Söldner haben bei uns keinen Platz“, betont Gäde.
Gemeinschaft ist bei der Eintracht wichtiger als Geld. Die Lokstedter zeigen, dass sich auch mit Tugenden wie Fairness, Einsatzfreude und Teamgeist einiges bewegen lässt. „Wir wollen uns langfristig im oberen Drittel der Landesliga etablieren“, sagt der Vorsitzende. Der Aufstieg in die Oberliga ist kein erklärtes Ziel. Ergibt sich aber die Chance dazu, will die Eintracht die Gelegenheit nutzen. Auch wenn dem Vorstand bewusst ist, dass der Sprung in die höchste Hamburger Amateur-Spielklasse für den ausschließlich von Ehrenamtlichen geführten Klub ein Kraftakt wäre.

Der Verein an der Döhrntwiete hat weit mehr als nur eine Landesliga-Mannschaft zu bieten. Etwa 570 Mitglieder verteilen sich auf 17 Mannschaften im Jugend- und sechs im Herrenbereich. Gerade in der Jugend steht laut des zweiten Vorsitzenden, Jens-Jürgen Niemeyer, der Spaß am Spiel im Mittelpunkt. Kinder und Jugendliche sollen sich ohne Erfolgsdruck entwickeln können. Dazu sollen in Zukunft auch Fußball-Camps beitragen.

Sorgen bereitet lediglich die Infrastruktur. Das Vereinsgelände ist in einem tadellosen Zustand. Allerdings steht für den Trainingsbetrieb nur ein Platz zur Verfügung. Darauf 23 Mannschaften zu verteilen, ist laut Gäde eine logistische Meisterleistung. Er hofft, dass es in absehbarer Zeit gelingt, zumindest noch einen kleineren Trainingsplatz in der Nachbarschaft zu bekommen. lzi

www.eintracht-lokstedt.de

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