Die uralte Blutbuche an der Villa Mutzenbecher wurde zum Torso zurückgeschnitten Foto: kh

Blutbuche bleibt
als Torso erhalten

Rückschnitt war notwendig.
Uralter Stamm ist wertvolles Totholz

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Aufgrund eines Pilzbefalls und der damit einhergehenden
mangelnden Standsicherheit wurde eine uralte, imposante
Blutbuche vor der Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege
zum Torso zurückgeschnitten.

Bereits im vergangenen Jahr berichtete das Niendorfer Wochenblatt über die geplante notwendige Maßnahme, die infolge einer starken Schädigung durch einen Riesensporling-Befall nun zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit durchgeführt wurde. Ein entsprechender Befund wurde dafür vom Hamburger Institut für Baumpflege erstellt.

Wertvolles Totholz
Der jetzt noch vorhandene, meterhohe eindrucksvolle Torso fällt bei einem Spaziergang durchs Niendorfer Gehege direkt ins Auge und wirft die Frage auf, warum die Blutbuche nur „amputiert“ und nicht komplett gefällt wurde. „Der Torso ist ein wichtiges und wertvolles Totholz, das eine Heimat für unzählige Pilze, Insekten, Spechte und deren Nachmieter bietet“, so Sven Wurster, Revierförster im Niendorfer Gehege: „Solange die Verkehrssicherheit nicht gefährdet wird, soll der Torso stehen bleiben.“ kh

 

Nachruf eines Lesers an die Blutbuche

„Mein Freund der Baum ist tot!
Er stand ja bei des Waldes Pflege
schon des längeren im Wege.
So dass zur Feier Mutzenbach
man legte ihn nicht einfach flach,
sondern beraubte immer wieder,
ihm auch die aller letzten Glieder!
Da steht er nun, ganz amputiert,
so ohne Laubwerk ungeniert,
als Mahnmal und zudem als Hohn
für zukünftige Generation.“

von Dr. med. Udo Fuchs

 

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