Für Mütter ist es nicht einfach, ihre Kinder sicher über den Brücken-Ersatz zu bringen Foto: ngo

Graben ohne Brücke

Beschwerlicher Weg zur Unterkunft

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Um schneller zur U-Bahnstation Hagendeel zu kommen,
nutzen viele Bewohner der Wohnunterkunft Alma-Ohlmann-Weg
in Lokstedt den Zugang über die Straße Hagendeel. Seit Juni geht
das nicht mehr so einfach.

Der Grund: Die Unterkunft mit 528 Geflüchteten liegt in einem Überflutungsgebiet. Die Gebäude wurden deshalb auf einer erhöhten Fläche errichtet. Um die Anlage verläuft ein Graben, der bei Starkregen das Wasser speichert. Über einen kleinen, verrohrten Damm konnten die Bewohner bislang leicht den Graben überqueren.

„Im Juni wurde der Hügel abgetragen und die Rohre  wurden entfernt. Seitdem haben besonders Mütter mit Kinderwagen ein Problem“, sagt Uve Klenk, der neben der Unterkunft lebt. „Aber warum wurde nicht sofort im Anschluss für eine trockene Wegeherstellung gesorgt?“, fragt der 83-Jährige: „Eine Eisenplatte, wie auf Baustellen genutzt, wäre doch eine gute provisorische Lösung“. Für Ältere, Kinderwagen und Fahrradfahrer haben sich die Bewohner laut Klenk in Selbsthilfe mit Blechen und Schilderständern einen unzureichenden Ersatz gebaut. Das sei sehr unfallträchtig, sagt Anwohner Klenk.

„Die Zuwegung über Hagendeel ist nicht der Haupteingang. Der offizielle Eingang zur Unterkunft führt über den Alma-Ohlmann-Weg“, stellt Yvonne Ehnert von „Fördern und Wohnen“ (f&r) auf Wochenblatt-Nachfrage klar.

Das städtische Unternehmen betreibt die Unterkunft. Der verrohrte Damm habe nicht den Bauvorgaben entsprochen und wurde im Juni rückgebaut. Der Durchgangsweg ist seitdem nicht freigegeben, so Ehnert. Da am Tor der Umzäunung das Schloss fehlt, kann dieser Weg nicht abgesperrt werden. „Wir lassen aber Schilder anbringen, dass der Haupteingang genutzt werden muss.“ In Absprache mit dem Bezirksamt solle „zeitnah“ eine kleine Gitterostbrücke über den Graben installiert werden. Diese werde derzeit gefertigt. Dann könne der Zugang wieder genutzt werden. ngo

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