Immer wieder wird die unbefestigte Grünfläche fälschlicherweise für eine Parkfläche gehalten Foto: ngo

Auto landet wieder
einmal im Graben

Holsteiner Chaussee Parken als Dauerproblem

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Über die Parksituation und den Graben entlang der Hauptverkehrsstraße
in Schnelsen ärgern sich Anwohner seit Jahren.
Behörden und Politik finden keine gemeinsame Lösung.

Am 17. Juli ist es wieder passiert: Ein Polo rutscht in der Holsteiner Chaussee, in Höhe der Hausnummern 213 bis 215, in den Graben. „Der Graben ist an dieser Stelle schlecht einsehbar. Diese Unfälle sind an dieser Stelle schon mehrfach geschehen“, sagt Andreas Timm-Stöffhaas, der seit 42 Jahren unweit der Unfallstelle lebt. Für Autofahrer erscheine die Grünfläche zwischen dem Baum und der befestigten Parkfläche groß genug, so der 71-Jährige. Abends und im Sommer, wenn das Gras hoch steht, steigt die Gefahr, denn Schilder oder Schutzbügel gibt es nicht.

Bereits im März 2018 hatten andere Anwohner Lösungen an dieser Stelle gefordert. Damals wie heute sieht das Bezirksamt Eimsbüttel keinen Handlungsbedarf: „Sowohl auf dem angrenzenden Grünstreifen wie auch im Böschungsbereich des Grabens ist das Parken unzulässig. Wer es dennoch tut, geht eigenes Risiko ein“, sagte Bezirksamtssprecher Kay Becker schon im April 2018.

„Eine Notwendigkeit, diese Bereiche großflächig vor unerlaubtem Parken baulich zu schützen, wird nicht gesehen“, erklärt Becker auch jetzt. In letzter Konsequenz müsste die Straße „komplett zugepollert werden“, womit Grabenpflege und Mäharbeiten behindert würden. Auch die Benutzung des Geh- und Radweges wäre dann stark eingeschränkt.

Thomas Piper, Leiter Prävention und Verkehr vom Polizeikommissariat (PK) 24, weist darauf hin, das außerhalb der Hauptverkehrszeiten (6-9 Uhr, 15-18 Uhr) das Parken auf der Fahrbahn der Holsteiner Chaussee erlaubt ist: „Leider nutzen viele Anwohner die Möglichkeiten des alternierenden Parkens auf der Fahrbahn nicht.“

Eine Option könnte laut Thomas Piper das Einrichten von Parkständen auf den jetzt schon verbotenerweise genutzten Flächen sein, wenn keine sachlichen Gründe wie Naturschutz dagegen sprechen.

Die Kommunalpolitik hatte das Problem auch schon auf der Agenda. Im Oktober 2018 stellten die Politiker einen Antrag, damit der Bezirk die Lage prüft und Maßnahmen ergreift. Eine offizielle Lösung steht bis heute aus.

„Das Bezirksamt müsste doch nur einen Bügel aufstellen, um das Parkproblem zu lösen. Auf der anderen Seite des Baumes stehen doch auch welche“, sagt Anwohner Andreas Timm-Stöffhaas. Für ihn ist das Bezirksamt am Zug. ngo

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