A7-Ausbau: In der Feldmark im Niendorfer Gehege entsteht neben dem Brookgraben ein weiteres Regenrückhaltebecken  Foto: ngo

„Einfaches Loch“ ist
komplexes Bauwerk

Rückhaltebecken soll bis Ende 2019 fertig sein

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Seit April 2016 wird in unmittelbarer Autobahnnähe an der Ecke
Röthmoorweg/Beentkamp ein zweites Regenrückhaltebecken gebaut.
Die Bauarbeiten dauern allerdings wesentlich länger als geplant.
Das Wochenblatt fragt nach den Gründen.

Der Bau eines zweiten Regenrückhaltebeckens an der Ecke Röthmoorweg/Beentkamp sei notwendig, da durch den A7-Ausbau weitere Flächen versiegelt werden, erklärt Florian Zettel, Sprecher vom zuständigen Baukonsortium Via Solutions Nord (VSN). Um auch künftig kurzfristig große Mengen an Wasser, etwa bei Starkregen, zu speichern, ist mehr Staufläche nötig. Nur so können die Wassermengen verlangsamt in den Entwässerungskanal eingeleitet werden. Das neue Becken, das mit Hilfe eines Rohrs mit dem alten Becken verbunden wird, fasst bis zu 8000 Kubikmeter Wasser.

Das Rückhaltebecken zwischen Röthmoorgraben, Kollau und Brookgraben sollte eigentlich seit Ende 2016 in Betrieb sein. Die monatelangen Verzögerungen irritieren viele Anwohner und Spaziergänger. Es könne doch nicht drei Jahre dauern, „ein großes Loch zu buddeln“, schrieb etwa ein Leser ans Wochenblatt.

VSN-Sprecher Zettel nennt die Gründe: „Zum einen hat die Fertigstellung der A7 für uns oberste Priorität. Zum anderen liegt das aber auch an den komplizierten Bodenverhältnissen im Bereich des Regenrückhaltebeckens.“

Bei dem Rückhaltebecken handle es sich eben nicht nur um ein „einfaches Loch“, sondern um ein komplexes Bauwerk mit Vorfluter, Pumpen und weiteren technischen Installationen, so Zettel.

Auf Wochenblatt-Nachfrage, wann die Bauarbeiten beendet sein sollen, erklärt Florian Zettel: „Laut Vertrag muss das Rückhaltebecken mit der Gesamtinbetriebnahme der (ÖPP)-A7 fertiggestellt sein, da es ab dann auch seine technische Funktion erfüllen muss. Dies wird spätestens Ende Dezember 2019 der Fall sein.“

Der neue Fußgängertunnel Kollau-Wanderweg/Brookgraben, dessen Freigabe sich wegen der Arbeiten am Rückhaltebecken ebenfalls um Monate verzögert hat, soll nach aktuellem Stand aber bis Ende August für Fußgänger und Radfahrer geöffnet werden. Damit wäre eine wichtige Verbindung zwischen Schnelsen und Niendorfer Gehege für Erholungssuchende vor Herbstbeginn nutzbar. ngo

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