Voraussetzungen für einen Fußgängerüberweg sind an der Wendlohstraße nicht erfüllt Foto: kh

Zu wenig Fußgänger
für Zebrastreifen

Wendlohstraße: Weiterhin unsicherer Schulweg

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Schüler, die die Grundschule Bindfeldweg besuchen und östlich der
Wendlohstraße wohnen, überqueren diese Straße meist auf Höhe des Herzog-
Bruno-Wegs. Vor allem für unbegleitete Kinder kann das sehr gefährlich sein.

„Bei dieser unübersichtlichen und stark befahrenen Straße habe ich echt Bauchschmerzen, mein Kind allein zur Schule zu schicken“, beschreibt ein besorgter Vater, der im Graf-Anton-Weg wohnt: „Egal, ob wir morgens oder spätnachmittags unser Kind bringen oder abholen, wir stehen teils zehn Minuten an der Straße. Kein Auto hält an.“ Der Bordstein sei zudem extrem hoch und erschwerend hinzu komme die Tatsache, dass sich an der Stelle eine Bushaltestelle befindet, an der die Busse häufig noch die Sicht versperren.

Die Problematik ist bekannt und wurde bereits im Regionalausschuss Lokstedt und auf der Bezirksversammlung Eimsbüttel Ende vergangenen Jahres thematisiert. In einem gemeinsamen Antrag setzten sich die SPD und die GRÜNEN der Bezirksfraktion für eine sichere Querung der Wendlohstraße in Höhe Herzog-Bruno-Weg ein, um den Weg zur Schule und zur Kita Bindfeldweg zu verbessern. Denn: „Momentan sind die Schüler gezwungen, die Straße entweder auf riskante Weise zu überqueren beziehungsweise einen erheblichen Umweg über die Max-Zelck-Straße in Kauf zu nehmen“, heißt es in dem Antrag.

Rechtliche Grundlage fehlt
Die Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariats 24 (PK24) hat daraufhin die Sachlage vor Ort geprüft. „Grundsätzlich kommt als Querungshilfe in besagtem Bereich ein Fußgängerüberweg oder eine Fußgängerlichtzeichenanlage in Betracht“, so Thomas Piper, Leiter Prävention und Verkehr vom PK24. Die in den Richtlinien für Fußgängerüberwege (R-FGÜ) festgelegten erforderlichen Fußgängerstärken mit „hinreichender Bündelung“ werden dort jedoch nicht erreicht, so dass die rechtliche Grundlage fehle. So wurden bei der letzten Überprüfung im März zur morgendlichen Rushhour zwischen 7 und 8 Uhr lediglich 33 Personen als Fußgänger-Querverkehr gezählt, erforderlich sind jedoch mindestens 50 bis 100 Personen pro Stunde. Auch die Auswertung der Verkehrsunfalllage der letzten zwei Jahre ergab keine Auffälligkeiten. „Es hat sich weder ein Fußgänger- noch Radfahrerunfall ereignet“, erläutert Piper weiter. Eine Gefährdungslage liegt deshalb nicht vor, so dass aktuell auch keine Querungshilfe für Fußgänger notwendig ist. kh

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