Huckepack zu den Laichgewässern geht es jedes Frühjahr auch für Grasfrösche Foto: Annegret Wiermann/Nabu

Mal warm, mal kalt,
mal nass, mal trocken

Nabu-Bilanz einer schwierigen Amphibiensaison

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Mehr als sechs Wochen standen diesmal in der Krötenwanderzeit
die Fangzäune, weil das Frühjahrswetter sich nicht entscheiden konnte.
Das bedeutete viel Arbeit für den Naturschutzbund Deutschland.

Die Nabu-Ehrenamtlichen aus der Bezirksgruppe Eimsbüttel legten jetzt ihre Bilanz für 2019 vor. Bei den Zahlen der über die Straße getragenen Tiere ging es diesmal deutlich nach unten. So waren im Norden Schnelsens statt knapp 5200 Erdkröten nur noch gut 3800 zu verzeichnen. Nabu-Mann Dieter Siebeneicher: „Möglicherweise ist dieser Rückgang eine Folge des trockenen Sommers 2018.“

Schon Ende Februar wurde im Niendorfer Gehege der erste Fangzaun aufgebaut, weil die ersten Molche und Kröten unterwegs waren. Danach ging es dann mit den entscheidenden Wanderungsfaktoren Temperatur und Feuchte mal rauf, mal runter. So mussten die Fangzäune lange Zeit stehen und kontrolliert werden, was viel Aufwand bedeutete. Dieter Siebeneicher zum Wochenblatt: „Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr wieder mehr als 30 Freiwillige dabei waren, in Schnelsen auch Familien mit Kindern sowie Jugendliche aus den Konfirmandengruppen.“

Sorgen um Nachwuchs
Der sehr trockene Sommer 2018 dürfte sich insbesondere auf die Entwicklung des Krötennachwuchses sehr negativ ausgewirkt haben. Bei der extremen Trockenheit war für die kleinen Hüpferlinge kaum Nahrung zu finden. Wie viele der kleinen Minikröten den ersten Winter überstanden beziehungsweise nicht überstanden haben, wird man erst in zwei bis drei Jahren sehen, wenn diese Tiere zu den Laichgewässern wandern. bk

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