Langgraswiesen in öffentlichen Parks, wie hier im Park am Rahwegsee, gehören in diesem Sommer zum Stadtbild
Foto: kn

Wildwuchs in der
Parkanlage am Rahweg

Warum Grünflächen nicht gemäht werden

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Auf vielen Grünflächen in Hamburg das gleiche Bild, ob im Niendorfer Gehege oder im Park am Rahwegsee: Am Parkwiesenrand wird gemäht, auf den größeren Grünflächen herrscht Wildwuchs. Sind es drastische Kürzungen, dass viel zu wenig Gärtner in Hamburgs Parks eingesetzt werden?

Der Bezirk Eimsbüttel pflegt seine Parkanlagen nicht mehr in vollem Umfang und hat Teilbereiche zu „Langgraswiesen” erklärt. Das heißt, sie werden statt zwölfmal nur noch zweimal pro Jahr gemäht. Im vergangenen Jahr wurden Fremdfirmen beauftragt, die Wiesen zu schneiden und das Schnittgut zu stattlichen Rundballen zu pressen, die dann nur schwer Abnehmer fanden. In diesem Sommer wird laut Bezirksamt Eimsbüttel das Schnittgut einfach abgefahren. Kay Becker, Pressesprecher des Bezirksamts Eimsbüttel erläutert: „Langfristig werden die Wiesen durch die Entnahme des Schnittguts abgemagert, was wiederum eine Erhöhung der Artenvielfalt begünstigt. Dies wirkt sich positiv auf den Lebensraum der Insekten aus.”

„Die Ränder der Wiesen werden entlang der Wege von unserem Betrieb gemäht. Hierdurch werden die Wege nicht durch hereinragendes Gras beeinträchtigt”, so Kay. Becker: „Im Niendorfer Gehege werden die Wiesen auf Zuruf des Försters durch unsere Betriebe gemäht. Ausgenommen sind hier Grill- und Spielplatz. Hier geschieht das in Eigenregie des Forstes.”

Gut für Artenvielfalt
Naturschützer wissen: Für Tiere bieten kurz gehaltene Grashalme wenig Anreiz. Was den Liebhaber ordentlicher, aufgeräumter Gärten und Parkflächen zufrieden stellen mag, ist ökologisch wenig wertvoll. Blühende Magerwiesen, die nur selten gemäht werden, sind viel bunter, ihr Wasserbedarf ist geringer und die heimische Tierwelt – vom Schmetterling bis zum Igel – freut sich
auch. (kn)

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