Wer aus Niendorf kommend in die Frohmestraße möchte, muss am Zeppelin Hotel ausssteigen Foto: mf

Baustelle macht
Busfahren teurer

Sperrung der Frohmestraße sorgt für Ärger

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In der Frohmestraße werden bis voraussichtlich Ende
Oktober umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt.
Busse müssen deshalb umgeleitet werden. Viele Fahrgäste
ärgern sich über die Informationspolitik des HVV.

In der Frohmestraße werden die Straße und Gehwege saniert sowie die Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. Hinzu kommen Brückenbauarbeiten. Aus diesem Grund müssen die Linien 5, 183, 283 und 283 Umwege fahren. Stadtauswärts steuert die Metrobuslinie 5 als Ersatzhaltestelle für die Frohmestraße Mitte nun den Schleswiger Damm vor der Einmündung Meddenwarf an.

Die Ersatzhaltestelle Sellhopsweg befindet sich vor der Kreuzung Wendlohstraße/Schleswiger Damm. In Richtung Burgwedel können die Haltestellen Frohmestraße Mitte, Oldesloer Straße und Peter-Timm-Straße nicht bedient werden. Eine Zusatzhaltestelle wurde am Schleswiger Damm hinter der Kreuzung Oldesloer Straße eingerichtet. Für Fahrgäste bedeutet dies über mehrere Monate deutlich weitere Wege. Insbesondere für Senioren und mobilitätseingeschränkte Fahrgäste ist das ein Problem.

Dreifach erhöhter Fahrpreis

HVV-Kunden ärgern sich aber auch über mangelnde Informationen und deutlich höhere Fahrkosten, die ihnen durch die Umleitung entstehen. Die pensionierte Lehrerin Renate Wolber (88) aus der Wählingsallee wünscht sich „Haltestellenaushänge, die stimmen. Ich bin knapp 90 Jahre alt und verfüge nicht über ein Smartphone, um mich im Internet zu informieren.“ Wenn sie mit der Buslinie 5 von Niendorf zurück in ihre Wohnung fahren möchte, wird ihr der Fußweg von der Ersatzhaltestelle Wendlohstraße/Schleswiger Damm zu weit.

Das geht auch Christa Schwenzner so. In einem Schnelsener Kiosk, der auch HVV-Karten verkauft, wurde ihr empfohlen, bis Burgwedel zu fahren und von dort zurück bis zur Meddenwarf. Der Fahrpreis erhöht sich dadurch fast um das Dreifache: Statt 1,70 Euro zahlt Christa Schwenzner für diesen Umweg 4,90 Euro, da eine Tarifzone durchfahren wird und die Rückfahrt hinzukommt. „Das kann doch nicht sein“, ärgert sich die Schnelsenerin, die seitens des HVV auch Informationen vermisst: „So eine Umleitung wird ja nicht von heute auf morgen geplant.“

HVV-Pressesprecher Christoph Kreienbaum bestätigt die umständliche Routenführung über Burgwedel, kann aber keine schnelle Lösung anbieten: „Bei der Endhaltestelle Burgwedel kommt es in der Regel zu Wechseln von Bus und Fahrer. Wir müssen das prüfen.“ mf

 

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