Die Hainbuchen-Reihe sorgt für Schatten und Sichtschutz Foto: mf

Gefahr für Grundschulkinder

Protest gegen den DöhrnTwieten-Umbau

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Zur umstrittenen endgültigen Herstellung von Döhrnstraße und –twiete
haben sich nun auch die Leitung der Grundschule Döhrnstraße und der
Elternrat mit klaren Forderungen gegen einen Umbau zu Wort gemeldet.

Die vom Bezirk geplante endgültige Herstellung würde besonders die Sicherheit der Grundschüler gefährden. Da die Straßendecke der Döhrnstraße sowie der Sand auf dem Bürgersteig ebenmäßig seien, bestünde hier kein Handlungsbedarf. Vielmehr führe „die derzeitige Beschaffenheit von Straße und Graben von allein dazu, dass in der ohnehin nur sehr wenig befahrenen Döhrnstraße langsam und rücksichtsvoll gefahren wird“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme von Schulleitung und Elternrat. In der Döhrntwiete, die von den Schulkindern hoch frequentiert wird, würde eine auf fünf Meter verbreiterte Straße dazu verleiten, schneller und rücksichtsloser zu fahren: „Ein gefahrloses Queren für unsere Schüler könnte nicht mehr gewährleistet werden. Wir halten den Ausbau in dem geplanten Ausmaß für unverantwortlich.“ Die Döhrntwiete solle „maximal verkehrsberuhigt werden“.

Picknick für die Bäume
Besonders die Rettung der rund 80 Jahre alten Hainbuchen-Reihe in der Döhrntwiete liegt Lehrern und Eltern am Herzen. Bei einem „Picknick unter Bäumen“ demonstrierten die Schüler für den Erhalt. „Wir sind auf die Bäume in der Döhrntwiete angewiesen, um einen gesunden und geregelten Schulbetrieb gewährleisten zu können“, heißt es im Papier  von Schulleitung und Elternrat. Die Bäume würden die stark belastete Luft reinigen, Windböen und Staubverwirbelungen bremsen und für wertvollen Schatten sowie einen natürlichen Sichtschutz sorgen. Darüber hinaus trügen sie zu einer „entspannten Atmosphäre und Stressreduktion bei“ und böten ein Nahrungs- und Bruthabitat für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.

„Zusammenfassend sehen wir insbesondere in der Döhrntwiete einmaliges Potential, um innovative und vor allem der Gesundheit und Sicherheit von Kindern dienende Stadt- und Quartiersentwicklung umzusetzen“, plädieren Schulleiterin Patricia Müller, ihr Stellvertreter Stefan Göbel sowie Christiane Schäfer und Erik Schönwald vom Elternrat abschließend in der an Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) und Bezirksfraktionen gerichteten Stellungnahme. mf

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