Auch in diesem Sommer nicht ab 7 Uhr geöffnet: Das Freibad Bondenwald Foto: Bäderland Hamburg

Kein morgendliches
Open Air-Schwimmen

Freibad Bondenwald öffnet um 9 Uhr

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Vor der Arbeit frühmorgens noch schnell ein paar Bahnen unter freiem Himmel schwimmen ist im Freibad Bondenwald auch in dieser Saison nicht möglich. Aufgrund von Beschwerden einiger Anwohner gibt es behördliche Auflagen zu den Öffnungszeiten.

Da der Freibadbetrieb morgens erst um 9 Uhr beginnt, müssen die Frühschwimmer auf den Hallenbereich ausweichen. „Wir sind schon letzten Sommer enttäuscht worden“, so eine Gruppe von langjährigen Frühschwimmern, die durch Gespräche mit Bademeistern und mit Schreiben an Bäderland bereits vergeblich versucht haben, eine Möglichkeit zum frühmorgendlichen Draußen-Schwimmen zu finden. „Die Bäderland-Begründung, dass sich die Anwohner beschweren, ist für uns nicht nachvollziehbar. Sogar auf Baustellen darf in Wohngebieten ab 7 Uhr gearbeitet werden.“

Tatsächlich ist dies aber der Grund für die spätere Freibad-Öffnungszeit: „Wir möchten unseren Gästen grundsätzlich gerne auch in den frühen Morgenstunden ein zuverlässiges Angebot machen, sind jedoch an behördliche Auflagen gebunden, da einige, wenige Anwohner entsprechende Einschränkungen durchgesetzt haben“, erläutert Michael Dietel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Bäderland Hamburg.„Selbst bei bester Wetterlage können wir abends draußen nur bis 20 Uhr öffnen und sind auch morgens auf die Halle begrenzt.“ Zeitweise sei sogar die Rutsche nicht mehr uneingeschränkt nutzbar gewesen, so Dietel weiter, da sich Nachbarn auf ihren Balkonen gestört fühlten.

Aus dieser Situation heraus resultiert jedoch eine Niendorfer Besonderheit, die als Ausgleich dienen soll. So öffnet das Schwimmbad Bondenwald bereits um 7 Uhr für alle Gäste mit einer „Multi Card“ (eine Rabattkarte). Damit ist das Bad zwei Stunden früher für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich als andere Bäderland-Anlagen, in denen das Frühschwimmen nur mit einer „Club“-Mitgliedschaft möglich ist.

Auch der Bäderland-Sprecher bedauert die Umstände, die sich in absehbarer Zeit aber wohl nicht ändern werden: „Ein wohlmeinendes und gegenüber den Mitmenschen auch unvoreingenommenes Nebeneinander wäre aus unserer Sicht für die im Schnitt drei schönen Monate des Jahres ein sinnvoller Zugewinn.“ kh

 

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