Ein Bild von der generalisierten Pflegeausbildung machte sich Bundesministerin Franziska Giffey (4. v. li.) mit Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storks (5. v. li) an der Albertinen-Schule in Schnelsen

Ausbildung mit Zukunft

Giffey und Prüfer-Storcks zu Besuch in der Albertinen-Schule

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Bundesministerin und Gesundheitssenatorin besuchen den
Unterricht an der Albertinen-Schule in Schnelsen und informieren
sich über generalisierte Pflegefachkraftausbildung.

Bei strahlender Sonne stehen die Mitarbeiter und Auszubildenden der Albertinen-Schule vor dem Schulgebäude, in dem bereits seit 2003 die sogenannte „generalisierte Ausbildung“ in der Pflege absolviert werden kann. Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege – in diesen drei Disziplinen wird hier gleichzeitig ausgebildet.

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks und Geschäftsführer Matthias Scheller sind bereits da als Bundesfamilienministerin Franziska Giffey vorfährt. Gemeinsam mit Jens Spahn und Hubertus Heil versucht sie den Pflegenotstand zu beenden und für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu sorgen. Die „generalisierte Pflegeausbildung“ soll als ein Baustein der Pflegereform für Verbesserung sorgen. Da diese Form der Ausbildung an der Albertinen-Schule schon angeboten wird, ist Giffey nach Schnelsen gereist.

Per Handschlag begrüßt die Ministerin auf ihrem Weg zu den Ausbildungsräumen einige Bewohner des Albertinen-Hauses, die auf schattigen Bänken vor der Wohnanlage sitzen. „Guten Tag, ich bin ihre Senioren-Ministerin“ begrüßt sie eine Dame und erkundigt sich, wie es ihr hier so geht. Die Anwohnerin fände es furchtbar, wenn sich die Politiker immer so streiten, sagt sie. Ministerin Giffey entgegnet, „Ja, ich auch“ und sie habe schon bemerkt, dass es besser ankäme, wenn die Politiker „lieber was machen“. Eine weitere Bewohnerin („Ich habe sie gestern im Fernsehen gesehen“) bekommt ein Lob der Ministerin: „Bei Anne Will? Ich finde es gut, dass sie das verfolgen.“

Auch die Kinderkrankenpflege gehört zur Ausbildung . Hier zeigt ein Azubi Bundesfamilienministerin Giffey wie ein Baby fachgerecht versorgt wird Fotos: cc

Praxisnah
Weiter geht es in die Ausbildungsräume: Zunächst zeigt ein Schüler im 2. Ausbildungsjahr, wie man fachgerecht ein Baby wickelt. Anschließend wird Giffey gezeigt, wie ein Azubi eine sogenannte „Test-Patientin“ richtig zu Bett bringt und auf was dabei zu achten ist. Als dritte Übung erklärt eine Auszubildende dem Enkel der (Simulations-)Patientin, wie man richtig den Blutdruck misst.

Durch die neue, generali-sierte dreijährige Ausbildung sollen die Azubis in die Lage versetzt werden, gesunde und kranke Menschen jeden Alters  selbstständig und eigenverantwortlich zu betreuen, zu beraten und in ihrer individuellen Lebensführung zu unterstützen. Nach erfolgreichem Staatsexamen können diese Pflegekräfte sowohl in der Alten, als auch in der Kranken- und Kinderkrankenpflege arbeiten. Bundesministerin Franziska Giffey: „Pflege ist ein Zukunftsberuf: krisenfest und digitalisierungssicher. Nur müssen die Rahmenbedingungen besser werden. Mit der Einführung der neuen Pflegeausbildungen ab 2020 machen wir die Ausbildung moderner und attraktiver – ohne Schulgeld, mit fairer Ausbildungsvergütung und mit der Möglichkeit eines berufsqualifizierenden Hochschulstudiums.“ Und weiter: „Unser Ziel ist, die Zahl der Auszubildenden und der Ausbildungseinrichtungen bundesweit bis 2023 um zehn Prozent zu steigern.“ cc

Die Albertinen-Schule bildet als Modellschule seit 2003 generalisiert aus.
In Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)
wird seit 2006 ein Dualer Studiengang Pflege (BA) angeboten

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