Stadtteilschule Niendorf Foto: kh

Durch den Neubau rückt die Stadtteilschule Niendorf noch näher an den Stadtteil heran. Foto: kh

Endlich Raum für alle(s)!

Stadtteilschule Niendorf feiert Eröffnung des Neubaus

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Beim Betreten des neuen Schulgebäudes an der Paul-Sorge-Straße
133-135 in Niendorf ist es überall zu spüren: dieses Durchatmen.
Die Zeiten des Lernens in Containern, der beengten Verhältnisse
im provisorischen Lehrerzimmer und des ständigen Baulärms auf
dem Gelände sind vorbei. Voller Freude wird am 21. und am 24. Juni die
Eröffnung der neuen (Frei-)Räume gefeiert.

Der Neubau war längst überfällig. Aus Jahrgängen mit je sechs Parallelklassen waren achtzügige Jahrgangsstufen geworden. Rund 1000 Schüler besuchen die Stadtteilschule Niendorf derzeit. Mit der Entscheidung für den gebundenen Ganztag vor zehn Jahren wurde die Schule vom Lernort noch einmal mehr zum Lebensort, an dem sich der Großteil des Alltags der Schüler und auch der Pädagogen abspielt – an vier Tagen der Woche bis 16 Uhr.

Bauzeit: 5 Jahre

Dem sollen die neuen Räume nun Rechnung tragen. Fünf Jahre Bauzeit hat die Schulgemeinschaft überstanden. Aus drei Standorten werden zwei: Die Klassenstufen 10 bis 13 bleiben am Sachsenweg, aber alle Fünft- bis Neuntklässler sind nun vereint an der Paul-Sorge-Straße. Zum Sethweg muss niemand mehr pendeln.

„Wir arbeiten hier ganz stark in Jahrgangs-Teams. Aufgrund dieser Struktur haben wir uns dafür entschieden, sogenannte Jahrgangs-Kompartments zu errichten. Das heißt, die Klassen eines Jahrgangs sind zusammen in einem Gebäude und die Kollegen haben vor Ort ein Teamzimmer, also eine eigene Heimat für Vorbereitungen, Absprachen und Konferenzen“, erklärt Elisabeth David, die didaktische Leiterin der Stadtteilschule Niendorf. Zu jedem Klassenzimmer gehört ein Differenzierungsraum. Außerdem kann der Flur zum konzen-trierten Arbeiten genutzt werden. Jeder Jahrgang verfügt über barrierefreie Klassenräume, ein digitales Tafelsystem und seine eigene Farbe – sichtbar im Schallschutz an den Decken, als Orientierung an den Wänden. Und die neue Kollegiums-Lounge könnte auch die Lobby eines hippen Hotels sein.

Klassenraum mit modernem Farbkonzept Foto: kh

Unverwechselbar werden die Klassenräume durch ein modernes Farbkonzept Foto: kh

Natürliche Materialien

Zum guten Klima tragen auch die weitgehend unbehandelten Materialien bei. Würde man die Holzlamellen, die den Neubau umgeben, aneinander legen, würde sich eine Gesamtlänge von über 100 Kilometern ergeben. Neben dem verarbeiteten Holz sieht die zukünftige Bepflanzung auch einen „Zoo der Bäume“ vor.

Nach den Sommerferien wird die Küche modernisiert. Die Außenbereiche dienen wieder als Spielflächen, die Sportbereiche werden ausgebaut. Die neue, zweite Pausenhalle, die den Neubau mit dem Schulrestaurant und der Aula verbindet, soll zum inspirierenden Aufenthaltsort werden. Schüler, Eltern und Pädagogen haben mit der dänischen Innenarchitektin Rosan Bosch Ideen entwickelt, wie hier gleichzeitig Raum zum Essen, Zurückziehen und Bewegen entstehen kann. Das erarbeitete Konzept wird im nächsten Schuljahr umgesetzt.

Die Eröffnung

Am Freitag, 21. Juni, lädt die Stadtteilschule Niendorf außer Schülern und Eltern auch alle anderen Interessierten zu einem großen Schulfest ein. Von 9.30 bis 12 Uhr sind unter anderem eine Hüpfburg, ein Streichel-Zoo, Teppich-Curling, Papp-Skulpturen und eine Ausstellung zum Thema Klimawandel geplant. Außerdem bieten sich spannende Einblicke in die neuen Räume. Der Eintritt ist natürlich frei. Am Montag, 24. Juni, findet die offizielle Eröffnungsfeier statt, an der neben anderen geladenen Gästen auch Schulsenator Ties Rabe teilnehmen wird. kh

Stadtteilschule Niendorf, Paul-Sorge-Straße 133 – 135, Niendorf, Tel. 428 88 56-0, stadtteilschule-niendorf.de

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