Villa Mutzenbecher Foto: kh

Die Veranda der Villa Mutzenbecher wurde mit vielen Gästen gemeinsam eingeweiht Foto: kh

Der erste große
Schritt ist geschafft

Veranda der Villa Mutzenbecher offiziell eingeweiht

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Mit der Sanierung der Veranda und der Wiederherstellung des darüber liegenden Balkons ist ein wichtiger Schritt der Sanierung der Villa Mutzenbecher geschafft. Mit vielen geladenen Gästen fand die offizielle Einweihung im feierlichen Rahmen statt.

„Bereits jetzt hat Projekt Vorzeigecharakter“, so der Leiter des Hamburger Denkmalschutzamtes Andreas Kellner, der genauso wie Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack die aktive Beteiligung von Schülern, Auszubildenden und Studenten mit Projekten und Workshops zum Thema Denkmalschutz und -pflege hervorhob.

Landesdenkmalpfleger Andreas Kellner Foto: kh

Projekt mit Vorzeigecharakter meinte Landesdenkmalpfleger Andreas Kellner Foto: kh

„Die denkmalgerechte Instandsetzung mit Profis und Schülern lief Hand in Hand“, betonte Andreas Reichel, Vorsitzender des Vereins werte erleben als Initiator und Bauherr des Projekts: „Die Schüler haben hierbei viel gelernt, unter anderem mit alten Materialien umzugehen.“ Beispielhaft nennt er Leinöl, mit dem die Schüler der Produktionsschule Eimsbüttel die Veranda gestrichen haben. Die Dachabdichtung wurde von Schülern der William Lindley-Berufsschule wiederhergestellt. „Wir konnten hier selbstständig etwas Gutes umsetzen“ so Berufsschüler Philipp Claußen: „Eine tolle Erfahrung und eine große Herausforderung.“

Für die Realisierung des bislang einmaligen Projekts als Kombination von Denkmalschutz und Ausbildung unterstützt die Stadt Hamburg die Maßnahmen mit 200 000 Euro. Aktuell bewilligt wurden zusätzlich 235 000 Euro an Bundesmitteln im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms VIII. Mit Anja Hajduk (Bündnis90/Die Grünen) und Rüdiger Kruse (CDU) kamen zudem zwei Hamburger Bundestagsabgeordnete, die sich für die Bereitstellung der Fördermittel stark gemacht haben. „Die Villa Mutzenbecher ist ein wichtiger Hamburger Hotspot, für den einzusetzen es sich auch parteiübergreifend lohnt“, betonte Kruse: „Die finanzielle Unterstützung soll auch eine Würdigung des großen Engagements aller aktiv Beteiligten sein.“

Als nächste Schritte sind die Installation neuer Haustechnik und schließlich die Sanierung der Innenräume geplant. „Wir sind gut im Zeitplan“ meint Andreas Reichel, so dass Ende 2020 die letzten Arbeiten abgeschlossen sein sollen. Im Anschluss wird der Verein werte erleben die Villa Mutzenbecher als Bildungs- und Begegnungszentrum nutzen. kh

 

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