Kennlernangebot: Laura Paradiek (Mi.) und Eva Drechsler-Györkös (r.) von der Hamburger Hacker School sprechen am Corvey Gymnasium mit Schülern über die ,Denkweise’ von Computern Foto: ngo

Kennlernangebot: Laura Paradiek (Mi.) und Eva Drechsler-Györkös (r.) von der Hamburger Hacker School sprechen am Corvey Gymnasium mit Schülern über die ,Denkweise’ von Computern Foto: ngo

Programmieren kann jeder

Hacker School und Corvey Gymnasium kooperieren

Allgemein| Views: 159

Ob Handy, Apps, Konsolenspiele oder Computerprogramme: Fast jeder ist täglich online aktiv. Doch die wenigsten Menschen wissen, wie die Technik hinter ihrer Lieblings-App funktioniert. Deshalb hat das Lokstedter Corvey-Gymnasium die Hacker School eingeladen.

„Die Schüler und Jugendlichen wissen zwar, wie man die digitalen Angebote benutzt. Die Mehrheit versteht aber nicht die Technik, die dahinter steht, und das wollen wir ändern“ sagt Laura Paradiek von der Hamburger Hacker School. Für die künftige Teilhabe am digitalen Leben sei es wichtig, dass die Kinder ihre eigene digitale Kompetenz ausbauten, ergänzt ihre Kollegin Eva Drechsler-Györkös. Beide Frauen, die als Online-Projektmanagerin und -Redakteurin arbeiten, engagieren sich ehrenamtlich.

„In einer Doppelstunde geben wir Schülern einen Einblick in die ,Denkweise’ von Computern. Das machen wir nicht mit Hard- oder Software, sondern ganz einfach mit Schokobonbons. In Zweierteams übernimmt ein Schüler die Rolle des Roboters und einer die des Programmierers. Das Ziel: Der Schokobonbon soll vom Roboter gegessen werden. Die Schüler erarbeiten selbst Programmierbefehle und gestalten später mit Hilfe von Befehlskarten einen Programmablauf“, erklärt Paradiek die Schnupperstunde „Programmieren ohne PC“.

In sogenannten „Sessions“ (Kursen) können interessierte Schüler ihr digitales Know-How ausbauen (s. Kasten).

Schulleiter Christian Krümel (li.) und CDU-Politiker Carsten Ovens wollen die digitalen Kompetenzen der Schüler am Gymnasium Corveystraße fördern Foto: ngo

Schulleiter Christian Krümel (li.) und CDU-Politiker Carsten Ovens wollen die digitalen Kompetenzen der Schüler am Gymnasium Corveystraße fördern Foto: ngo

Christian Krümel, Leiter des Corvey-Gymnasiums, will diese digitale Kompetenz auch an seiner Schule langfristig fördern und gemeinsam mit der Hacker School bis zum Sommer genügend Schüler aus der Oberstufe für das neue Corvey-Projekt gewinnen. Nach den Sommerferien sollen ältere Schüler jüngere Schüler unterrichten. Das entspricht auch dem Corvey-Motto „Alt lehrt jung“, so Schulleiter Krümel.

CDU-Politiker Carsten Ovens, der das Gymnasium und die Hacker School zusammengebracht hat, ist von der Kooperation überzeugt: „Derzeit fehlt es Hamburgs Schulen noch vielfach an personellen und technischen Ressourcen, um die junge Generation fit für das digitale Zeitalter zu machen. Die Hacker School leistet hier einen tollen, wichtigen Beitrag.“

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf den Digitalpakt hofft Schulleiter Christian Krümel, dass mit dem „Hamburger 125-Millionen-Euro-Digital-Plan“ die Finanzierung von Lehrern mit digitaler Kompetenz und die notwendige Technik künftig gesichert ist. ngo

Die Hacker School

2014 wurde die Non-Profit-Organisation von drei Hamburger
Unternehmern gegründet.
Die Kurse richten sich an Schüler
zwischen 11 und 18 Jahren und finden am Wochenende
(2mal 5 Stunden) statt. Die Kurse werden von professionellen
Programmierern und Entwicklern als „Inspirer“ ehrenamtlich
geleitet.
Teilnahmegebühr: 30 Euro; individuelle Regelung für
einkommensschwache Familien.
Infos : www.hacker-school.de.

 

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