Fünf historische Romane hat sie schon veröffentlicht. Jetzt schreibt Joël Tan Kinderbücher und Romantasy-Romane Foto: privat

Fünf historische Romane hat sie schon veröffentlicht. Jetzt schreibt Joël Tan Kinderbücher und Romantasy-Romane Foto: privat

„Romane geben mir
diese besondere Ruhe“

Joël Tan hat bald wieder ein neues Buch am Start

Archiv, Schnelsen| Views: 116

Historische Romane waren lange Zeit ihr Steckenpferd, jetzt schreibt die Schnelsener Autorin Joël Tan Romantasy-Romane.

Ein grauer Tag in Hamburg-Schnelsen. Am liebsten möchte man sich in einen Sessel setzen und sich bei einem guten Buch in andere Zeiten wegdenken. Historische Romane eignen sich gut dafür. Seit 1990 das Buch „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett heraus kam, sind sie aus vielen Bücherregalen nicht mehr wegzudenken. Meist dient das Mittelalter darin als Zufluchtsort aus dem modernen Alltag. „Die Abstinenz von Technik, diese Einfachheit, die Emotionen, die Schlichtheit und das Echte“ – das alles ist auch für die Schnelsener Autorin Joël Tan das Besondere an historischen Romanen.

Als Zuflucht bezeichnet sie auch das Schreiben von Büchern dieses Genres. Die Begeisterung für das Mittelalter und seine besondere Stimmung setzte bei ihr schon früh ein: „Schon als Kind, so im Alter von sieben oder acht Jahren, empfand ich in Kirchen diese spezielle Stimmung. Diese Mischung aus Dämmerung, Kälte und dem Geruch nach Asche oder Weihrauch – das hatte etwas Mystisches für mich“ erzählt die gebürtige Bremerin. Und genau diese Stimmung versucht Tan in ihre historischen Romane zu transportieren.

Schnelsen als Ort der Inspiration

Der Stadtteil Schnelsen dient ihr dafür übrigens als exzellente Inspiration: Das alte, verfallene Fachwerkhaus in der Frohmestraße, der Bornkasthof, der Sassenhof, der Wassermannpark… „Ich liebe Schnelsen und bin so froh hier zu wohnen. Am Wassermannpark bin ich sehr oft und drehe meine Runden.

Voraussichtlich ab September 2019 in den Buchläden: Den Romantasy-Roman „Die Gabe des Winters“ hat Joël Tan unter ihrem Pseudonym Mara Erlbach geschrieben Foto: blanvalet

Voraussichtlich ab September 2019 in den Buchläden: Den Romantasy-Roman „Die Gabe des Winters“ hat Joël Tan unter ihrem Pseudonym Mara Erlbach geschrieben Foto: blanvalet

Wenn es morgens früh noch etwas nebelig ist und auf einmal eine Schar Krähen auffliegt, dann finde ich schnell neue Ideen für meine Geschichten“ schwärmt die 37-jährige Schriftstellerin.

Nachdem der Boom um die historischen Romane in den letzten Jahren etwas abgeflaut ist, schreibt Joël Tan auch Kinderbücher; und unter dem Pseudonym Mara Erlbach Romantasy-Romane – eine Mischung aus Romance und Fantasy. Das Buch „Die Gabe des Winters“ erscheint voraussichtlich im Herbst dieses Jahres. Es handelt von Heldin Nuria, die in einem Land, das vom ewigen Winter heimgesucht ist, eine besondere Gabe bei sich entdeckt. Und natürlich um Gefühle: Um den ewigen Winter zu vertreiben, muss sie den Mann zerstören, den sie (obwohl anfangs finster und bösartig) lieben gelernt hat.

Joël Tan selbst liest übrigens fast nur historische Romane, Zeitungen weniger. „Nur das Niendorfer Wochenblatt“, beteuert Tan. „Das stimmt echt“ lacht sie und holt sich noch einen Kaffee aus der Küche. cc

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