Döhrntwiete

Die alten Buchen entlang der Döhrntwiete in Lokstedt sollen weichen sobald die Straße ausgebaut wird Foto: mf

Bäume sollen
erhalten bleiben

Bezirkspolitik nimmt Stellung zur Straßen-Neugestaltung

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Anwohner befürchten angesichts der geplanten Verbreiterung von Döhrnstraße und Döhrntwiete ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und den Verlust alter Buchen. Nun nimmt auch die Bezirkspolitik Stellung. In einem gemeinsamen Antrag fordern Grüne und SPD den Grün-Erhalt.

„Die vorliegenden Planungen sind einseitig auf die Bedürfnisse des motorisierten Individualverkehrs ausgerichtet. Die geplante Abholzung von zahlreichen zum Teil alten und ökologisch wertvollen Bäumen und Hecken steht in keinem Verhältnis zum Nutzen der Planung. Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist ein solcher Umgang mit Stadtgrün nicht hinnehmbar“, erklärt Lisa Kern, Fraktionsvorsitzende der Grünen Eimsbüttel. Wie die Anwohner (das Wochenblatt berichtete) schlagen auch die Grünen die Umgestaltung der Döhrntwiete in einen verkehrsberuhigten Bereich vor, der insbesondere auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen der Grundschule Döhrnstraße und des Lokstedter Turnvereins ausgerichtet wird. Für die Döhrnstraße sei die Einrichtung einer Fahrradstraße mit Anwohnerverkehr das angemessene Mittel.

Sportförderung

Die SPD-Fraktion fordert, bei der Neugestaltung Naturschutz und Sportförderung miteinander zu verbinden. „Wir begrüßen es sehr, dass die endgültige Herstellung der Döhrntwiete nun in Angriff genommen werden soll. Der Zustand der Straße ist schon lange ein großes Ärgernis. Die geplante Gehwegführung ist sicherlich im Interesse der Grundschule an der Döhrnstraße, der ansässigen Sportvereine sowie der Kleingärtner“, erklärt der Lokstedter SPD-Abgeordnete Ernst Christian Schütt. Insbesondere die vorgesehene Aufwertung der Hockeyfläche würde ein erhöhtes Nutzeraufkommen mit sich bringen. Gemeinsam mit den Grünen fordert die SPD die Bezirksversammlung zu einer umweltverträglichen Instandsetzung auf.

Anwohner-Einwände

Am 7. Mai informierte das Bezirksamt 15 geladene Anwohner über die Planungen. Weitere rund 20 Interessenten, die ebenfalls in die Grundschule Döhrnstraße gekommen waren, durften dem öffentlichen Teil beiwohnen und trugen ihre Kritikpunkte und Anregungen vor.
Lisa Kern von den Grünen fordert außerdem, dass auch die Anregungen des Kleingartenvereins, NABU und der Grundschule Döhrnstraße in die Planung einfließen sollen.

Start Frühjahr 2020

„Die vorgetragenen Einwände werden jetzt geprüft und abgewogen. Dann kann es selbstverständlich auch zu Anpassungen oder einer Überarbeitung der Planungen kommen“, erklärt Bezirksamtssprecher Kay Becker. Mit den Baumaßnahmen soll im Frühjahr 2020 begonnen werden. mf

 

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