Grelckstraße in Blickrichtung Süden/Grandweg. In beiden Straßen soll der Schutzstreifen 1,50 m breit werden Foto: ngo

Grelckstraße in Blickrichtung Süden/Grandweg. In beiden Straßen soll der Schutzstreifen 1,50 m breit werden Foto: ngo

Fit für die Veloroute 3

Umbau der Kreuzung Behrmannplatz in Lokstedt

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Der große Knotenpunkt Behrmannplatz in Lokstedt wird umgebaut und für Radfahrer optimiert. Hier kreuzen sich die Straßen Grandweg, Grelckstraße, Julius-Vosseler-Straße und Vogt-Wells-Straße.

Im Zuge des Veloroutenausbaus in Lokstedt und Niendorf soll auch diese große Kreuzung umgebaut werden. Mitarbeiter vom Bezirksamt Eimsbüttel und dem Ingenieursbüro melchior+wittpohl stellten die Pläne im Regionalausschuss Lokstedt vor. Die Veloroute 3, die durch den Grandweg und die Grelckstraße verläuft, führt am Behrmannplatz auch über die vierspurigen Julius-Vosseler-Straße und Vogt-Wells-Straße. Aus diesem Grund würden nach Absprache mit der Verkehrsbehörde diese beiden Hauptverkehrsstraßen im Kreuzungsbereich umgebaut, so Anika Düllmann vom Bezirksamt.

Es würden nicht nur die Belange der Radfahrer, sondern aller Verkehrsteilnehmer wie Bus, Autofahrer und Fußgänger berücksichtigt, ergänzt der Ingenieur Wolfgang Wittpohl. Derzeit haben die zwei Hauptverkehrsstraßen keine ausreichend breiten Radwege und an den Bushaltestellen kommt es zwischen Fußgängern und Radfahrern zu Konflikten (Umbauten im Überblick auf Seite 5).

Baustart ist Frühjahr 2020, Bauende ist für Ende 2020 geplant. Laut Bezirksamtssprecher Kay Becker sollen die Kosten für diesen Abschnitt rund 1,5 Millionen Euro betragen.

Verwundert zeigten sich die Kommunalpolitiker darüber, dass die Rad- und Gehwege zwischen Behrmannplatz und Kreuzung Siemersplatz nicht auch umgebaut werden. Dieser 200 Meter lange Abschnitt sei nicht Bestandteil der Veloroute 3, so Bezirksamtssprecher Kay Becker.

Ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen (Aras) liegt vor der Haltelinie der Autos (Beispielbild). Radfahrer werden besser gesehen und können zügig nach links abbiegen Foto: Bezirksamt Eimsbüttel

Ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen (Aras) liegt vor der Haltelinie der Autos (Beispielbild). Radfahrer werden besser gesehen und können zügig nach links abbiegen Foto: Bezirksamt Eimsbüttel

Mehr Bäume, weniger Parkplätze – Die Umbaupläne für die Veloroute 3

Radwege (Hauptverkehrstraßen): In der Vogt-Wells-Straße werden Radfahrer stadtauswärts vor dem Kfz-Rechtsabbieger auf die Fahrbahn umgeleitet und fahren auf einem Radfahrstreifen (2,25m breit, durchgezogene Linie) über die Kreuzung. Hinter der Bushaltestelle geht es zurück auf den Radweg. In der Julius-Vosseler-Straße stadteinwärts geht es vom Radweg auf die Fahrbahn in einen Schutzstreifen (1,50m breit, gestrichelte Linie), der in den Bussonderstreifen (4,75m breit) übergeht. Vor der Kreuzungsampel fährt der geradeausfahrende Radfahrer auf einem Radfahrstreifen (2,15m) über die Kreuzung in die Vogt-Wells-Straße und dort wieder auf den bestehenden Radweg zurück.

Radwege (Nebenstraßen): Grandweg und Grelckstraße erhalten Schutzstreifen (1,50m breit, gestrichelte Linie) und Aras-Aufstellflächen.

Aras: Abkürzung für „aufgeweiteter Radaufstellstreifen“ (s. Foto). Ein Aras liegt vor der Haltelinie für Autos. So stehen Radfahrer im Sichtfeld der Autofahrer, können zügig nach links abbiegen.

Linksabbieger (Rad): Radfahrer, die von der Julius-Vosseler-Straße links in die Grelckstraße wollen, biegen über eine Aufstelltasche indirekt über den Grandweg in die Grelckstraße ein. Von der Vogt-Wells-Straße nach links in den Grandweg fahren Radfahrer über eine Aufstelltasche indirekt über die Grelckstraße in den Grandweg. Radfahrer-Ampeln sind geplant.

Rechtsabbieger (Kfz): Die freie Rechtsabbiegespur für Kfz von der Vogt-Wells-
Straße in die Grelckstraße wird durch einen normalen Rechtsabbieger ersetzt.

Durch Wegfall des freien Rechtsabbiegers entsteht auf der neuen Fläche Platz für acht Bäume, weitere Sitzbänke und Fahrradbügel.

Gehweg: Barrierefreier Ausbau in den Nebenstraßen von mindestens 2,65m breiten Gehwegen.

Parken: Acht Parkplätze entfallen.

Bushaltestellen: Die Haltestelle stadtauswärts wird als Bucht gebaut, um Rückstau an der Kreuzung zu verhindern. Die Haltestelle stadteinwärts kommt an den Fahrbahnrand. An den Stationen fahren Rad und Bus gemeinsam auf einem Streifen (4,75m breit). Radfahrer können so am haltenden Bus vorbeifahren und geraten nicht in den Autoverkehr.

Busschleuse: In der Julius-Vosseler-Straße erhält der Bus stadteinwärts eine Busschleuse. Dafür wird ca. 45 Meter vor der normalen Kreuzungsampel eine weitere Ampel für Bus und Verkehr installiert. Der Bus kann ohne Zeitverluste vor dem Verkehr wieder auf die Geradeausspur einscheren, ähnlich wie in in der Kollaustraße auf Höhe Stapelstraße.

Wochenmarkt: Mittwochs sollen Radfahrer einen 0,5 Kilometer langen Umweg um die Grelckstraße machen. Die ausgeschilderte Umleitung führt über Erlenstraße, Döhrnstraße und Oddernskamp und vom Grandweg in die Niendorfer Straße und zurück. ngo

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