AckerSchule Niendorf: Unter Anleitung der AckerCoaches lernen Grundschüler woher ihre Lebensmittel kommen und wie man sie nachhaltig – ohne chemischen Dünger und mit wenig Wasser - anbautFoto: cc

AckerSchule Niendorf: Unter Anleitung der AckerCoaches lernen Grundschüler woher ihre Lebensmittel kommen und wie man sie nachhaltig – ohne chemischen Dünger und mit wenig Wasser - anbaut Foto: cc

Vom eigenen Gemüse lernen

Wertschätzung von nachhaltigen Lebensmitteln

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„Am meisten Spaß hat mir die Arbeit und das Graben auf dem Acker der AckerSchule Niendorf gemacht. Dabei kann man so schön mit den Händen in der Erde herummatschen“, erzählt mit leuchtenden Augen Friederike aus der 4 B an der Grundschule Bindfeldweg.

Sie ist eine der Schülerinnen, die im Rahmen des Projekts „AckerSchule“ – die Grundschule Bindfeldweg ist seit 2018 so eine – beim Buddeln auf dem Schulacker mitmacht. Dabei geht es aber um viel mehr, als mit den Händen in der Erde zu wühlen: Die Kinder lernen ganz nebenbei, woher ihre Lebensmittel stammen und wie Gemüseanbau nachhaltig, ohne chemischen Dünger und unter Einhaltung einiger Regeln ganz einfach funktionieren kann.

„Im vergangenen Jahr haben wir schon richtig toll geerntet“, berichtet Roswita Förster, Klassenlehrerin und federführend für das Projekt an der Niendorfer Grundschule verantwortlich. „Nur vom Kohl hatten die wilden Kaninchen nicht viel übrig gelassen“, schmunzelt sie. Dass die Erfolge in diesem Jahr noch besser werden, dafür soll jetzt der Besuch der AckerCoaches sorgen.

Profis zu Besuch

Acht „GemüseAckerdemiker“ leiten die Erst- und Zweitklässler fachkundig an: Acker umgegraben, dann auf den zwölf Beeten jeweils in drei Reihen Rote Beete, Kohlrabi oder Pastinaken, Gemüsezwiebeln, Fenchel, Möhren und verschiedene Salate pflanzen, andere Beete mit Mulch für zukünftige Pflanzungen vorbereiten und das Experimentierbeet ebenfalls frühlingsfit machen. Jetzt brauchen die Pflanzen nur noch gut anzuwachsen, dann steht einer ersten Ernte dieses Jahr nichts mehr im Weg.

Einmal die Woche begutachtet eine Klasse während des Unterrichts die Fortschritte ihrer Arbeit. In fünf Wochen kommen dann die AckerCoaches wieder. Dann steht die zweite von insgesamt drei Pflanzungen pro Jahr auf dem Programm. Bis dahin heißt es beobachten, Unkraut zupfen und ab und an mal gießen.

CORINNA CHATEAUBOURG

Eine Acker-Schule

Seit 2018 ist die Grundschule Bindfeldweg auf Initiative von Schulleiter Tobias Lahesalu und Klassenlehrerin Roswita Förster eine sogenannte AckerSchule. einer Ohne viel Gießen und mit der Einhaltung besonderen Fruchtfolge (so der Fachbegriff), sollen die Kinder anhand ihrer eigenen Arbeit und Erfahrungen lernen, wie das geht, Gemüse und Salat nachhaltig selbst anzulegen.
Weitere Infos gibt es unter https://www.gemueseackerdemie.de/

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