Haben die lange Trockenphase nicht überstanden: Einige Fichten im Niendorfer Gehege Foto: kh

Haben die lange Trockenphase nicht überstanden: Einige Fichten im Niendorfer Gehege Foto: kh

Gefährliche Waldidylle

Warnung vor Waldbränden und Astabbrüchen

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Wer sich derzeit im Niendorfer Gehege aufhält, kann die immer grüner werdende Natur bei schönem Sonnenwetter genießen. Doch bereits jetzt, im Frühling, ist erhöhte Vorsicht geboten.

 

Durch den sehr niederschlagsarmen Sommer 2018, die geringen Niederschläge der letzten Monate und die anhaltende Trockenheit besteht eine hohe Waldbrandgefahr, warnt die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation als oberste Forstbehörde. Eine Verbesserung der Gefahrenlage ist aktuell auch im Niendorfer Gehege nicht zu erwarten. Auch kurzzeitige Niederschläge können bei den ausgetrockneten Böden keine Entspannung bringen, so ein Pressesprecher.

Die Behörde bittet deshalb eindringlich darum, im Wald und in anderen gefährdeten Gebieten weder Feuer anzuzünden, noch zu rauchen, zu grillen oder glimmende Zigarettenstummel wegzuwerfen.

Zusätzlich kann es zu unvorhersehbaren Astabwürfen kommen. Betroffen sind dabei nicht nur die Waldflächen, sondern auch Einzelbäume.

Im Niendorfer Gehege haben einige Bäume die lange Trockenphase des vergangenen Sommers nicht überstanden. Konkret handele es sich um etwa 50 Fichten, erläutert Revierförster Sven Wurster. „Diese abgestorbenen Fichten werden derzeit gefällt und aufgearbeitet.“ Dass dies sogar außerhalb der Baumfällsaison geschieht, zeigt die Dringlichkeit: Es gilt eine zu starke Vermehrung des Borkenkäfers zu verhindern. „Ein gesunder Baum wehrt sich gegen eine große Käferpopulation auf natürliche Weise, ein toter jedoch nicht mehr“, erklärt Wurster: „In den abgestorbenen Fichten können sich die Käfer daher massenhaft vermehren und so zu einer Gefahr für gesunde Bäume werden.“ kh

Hilfe im Wald

Bei Gras- oder Waldbrand sollte unverzüglich die örtliche Feuerwehr unter der Nummer 112 verständigt werden. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation empfiehlt die App „Hilfe im Wald“, die im Unglücksfall schnell das Aufsuchen des nächstgelegenen Rettungstreffpunktes ermöglicht und die Rettungsleitstelle über diesen Rettungstreffpunkt informiert. Weitere Infos zur App unter www.intend.de/produkte/hilfe-im-wald/

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