Trainiert regelmäßig im Niendorfer Gehege: Eric Mollenhauer Foto: cc

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No pain, no gain: Marathon für den guten Zweck

Niendorfer sammelt Spenden für die Kinderkrebsstiftung

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„No pain, no gain“ (sinngemäß: „Ohne Fleiß, kein Preis“) – so lautet das Motto des Niendorfer Marathonläufers Eric Mollenhauer.

 

Er nimmt dieses Jahr zwar nicht zum ersten Mal am Hamburg-Marathon teil, aber zum ersten Mal hat er  eine Mission. Er will mit seinem Einsatz, auch wenn ihm der Lauf, spätestens ab Kilometer 32 einige Schmerzen (pain) bereiten wird, Spenden sammeln für krebskranke Kinder. Denn Schmerzen – wenn auch in einem ganz anderen Sinne – bereiteten Eric Mollenhauer vor neun Jahren die ungewisse Diagnose seines damals neugeborenen Sohnes. Einen Monat lang zitterten er und seine Frau auf der Kinderkrebsstation des Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE). Es war nicht sicher, ob der Neugeborene Nebennierenkrebs hat oder nicht. „Zum Glück stellte es sich als kein Krebs heraus. Aber damals haben wir uns gesagt, dass wir nun jedes Jahr an Institute spenden, um das Leid der Kinder und Familien ein wenig zu lindern. Außerdem habe ich mir damals gesagt, dass ich irgendwann einen Spenden-Marathon ins Leben rufen werde“ erklärt der 54-Jährige seine Motivation.

Laufen ohne Plan B

Eine kaputte Achillessehne und die kleinen Begebenheiten, die einem im Alltag so manches vereiteln, sorgten dann dafür, dass es mit dem Spenden-Marathon nichts wurde. Aber seit 2018 steht der Aktion nichts mehr im Wege und es kann losgehen. Genug trainiert hat er zwar nach eigenen Angaben noch nicht, aber dennoch gibt es für ihn dieses Jahr keinen Plan B: „Das etwas dazwischen kommen kann, soll man sich gar nicht vorstellen, dann kommt es nämlich auch! NEIN! Kein Plan B“, versichert  Mollenhauer.

Und untrainiert ist der 54-Jährige nicht gerade: Als Drei- oder Vierjähriger begann er bei Elli Brandes in der Turngruppe des Niendorfer Turn und Sportvereins (NTSV). Mit fünf Jahren wechselte er in die Fußballsparte. „Dort habe ich es bis zur 1. Herren gebracht und bin dann nach einem Probetraining beim HSV mit dem damaligen Trainer dort zum Sportverein Glashütte gewechselt. Mit 30 habe ich dann mit dem Fußball aufgehört und Marathon, Triathlon, Cyclassics und Tough Mudder (Extrem-Hindernislauf,  Anm. der Redaktion)  angefangen.“

Als einer der Ersten wolle er am Sonntag, 28. April, nicht am Ziel ankommen, sagt Eric Mollenhauer. Ihm reiche es, wenn er es überhaupt über die Ziellinie schaffe. „Ich will nur ankommen. Aber auch nicht in über fünf Stunden!“ Bleiben ihm noch 17 Tage zur Vorbereitung. Wir drücken die Daumen. cc

Hamburg-Marathon, Sonntag, 28.4., der Startschuss fällt um 9 Uhr am Haupteingang der Hamburg-Messe, Messeplatz 1, Sankt Pauli. Spenden sind ab sofort möglich an die Kinderkrebsklinik UKE,  IBAN: DE 54 2005 0550 1234 363636, Verwendungszweck: Molli Marathon 0354/001

Marathon-Vorbereitung

Ob in der Laufgruppe, mit Anleitung eines Trainers oder allein per App übers Smartphone – an einem Marathon sollte niemand ohne Vorbereitung teilnehmen. Fachleute empfehlen mit dem Training rund ein Jahr vorher anzufangen. Dabei ist die Rede von 800 bis 1 000 Kilometern, die bei den  Vorbereitungsläufen in dieser Zeit zu absolvieren sind. Das entspricht cirka drei bis vier Lauftrainings pro Woche. „Wer einen Marathon schaffen will, sollte schon im Training gut 30 Kilometer am Stück geschafft haben“ schreibt runnersworld.de. Wichtig dabei sei auch, die Intensität zu vernachlässigen und in der Vorbereitung nie schneller als im ‚Wohlfühlmodus‘ zu laufen.

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