„Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen…“ sangen Jung und Alt beim Flashmob Foto: kh

„Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen…“ sangen Jung und Alt beim Flashmob Foto: kh

Aufstehen, aufeinander zugehen

Flashmob im Tibarg Center zum Inklusions-Aktionstag

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Mit einem Flashmob im Tibarg Center beteiligte sich die Stadtteilkonferenz Niendorf am hamburgweiten Aktionstag zum zehnjährigen Jubiläum der UN-Behindertenrechtskonvention.

„Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen…“ In das populäre Lied mit der eingängigen Melodie stimmten nach und nach immer mehr Passanten ein. Scheinbar zufällig trafen rund um das Rondell im Tibarg Center Menschen zusammen, um gemeinsam zu singen und um nach fünf Minuten wieder ihrer eigenen Wege zu gehen.

Was um Punkt 11 Uhr mit einem ersten Fingerschnippen und einem „Dappdadadudapp“ begann und in der allgemeinen Geräuschkulisse fast noch unterging, wurde nach den ersten Takten immer lauter und entwickelte sich zu einer beeindruckenden Musikvorstellung. Passanten schauten verwundert, einige gingen weiter, andere stimmten mit ein.

„Ich bin von der großen Resonanz begeistert. Toll, dass ohne vorherige Probe alles perfekt geklappt hat“, so Elke Bremer (ProNieNo), die gemeinsam mit Pastor Fritz Rohde von der Freien evangelischen Gemeinde Niendorf und Claudia Stück (ASB Niendorf) die ersten Töne vorgab. Als Vertreter der Stadtteilkonferenz Niendorf hatten sie zum Flashmob aufgerufen. Erklärtes Ziel war es, mit wenigen Mitteln einen eindrucksvollen Effekt mit Symbolkraft zu hinterlassen.

Anlass war der am 26. März in Hamburg ausgerufene Aktionstag unter dem Motto „Teil/haben, Teil/nehmen, Teil/werden“ zur UN-Behindertenrechtskonvention, die seit genau zehn Jahren gültig ist. In Niendorf beteiligte sich die Stadtteilkonferenz Niendorf als Gremium zahlreicher sozialer Einrichtungen, Organisationen und Institutionen, um auf die Bedeutung der Vielfalt der Bewohner des Stadtteils aufmerksam zu machen und ein Zeichen zu setzen.

„Wir wollten möglichst viele Menschen mitnehmen und an unserer Aktion beteiligen“, meint Elke Bremer. Denn auch ohne musikalisches Talent könne jeder singen, ganz gleich wie alt er ist, welche Sprache er spricht, wo er herkommt oder ob er eine Behinderung hat. Die große Teilnehmerzahl spricht für sich – so trafen an diesem Dienstagvormittag Menschen von ganz jung bis sehr alt zusammen, darunter auch Kitagruppen, Schulklassen, Besucher der Begegnungsstätte Alte Schule sowie Seniorengruppen. Beeindruckt zeigte sich auch Centermanagerin Kerstin Huttanus: „Aktionen wie diese, können hier gerne häufiger stattfinden.“ kh

Was ist ein Flashmob?

Ein Flashmob ist ein organisiertes Event, das wie ein kurzer, scheinbar zufälliger und spontaner Menschenauflauf verstanden werden soll. Nach und nach kommen dabei immer mehr Menschen auf einer öffentlichen Fläche zusammen, um gemeinsam den meist erstaunten, unwissenden Besuchern eine Vorstellung, zum Beispiel mit Gesang oder Tanzeinlagen, zu geben. Direkt nach dem Flashmob, der sich aus den englischen Begriffen für „Blitz“ und „Meute“ zusammensetzt, geht jeder wieder seiner Wege, als wäre nichts geschehen.

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