Identitätsdiebstahl: Immer häufiger bestellen Betrüger im Internet unter falschem Namen Foto: ngo

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Sicheres Stadtleben

Betrugskriminalität steigt jedoch erneut

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Im vergangenen Jahr wurden im Bezirk Eimsbüttel weniger Straftaten registriert. Das gilt auch für die Stadtteile Lokstedt, Niendorf und Schnelsen. Teil zwei.

Zum dritten Mal in Folge ist die Zahl der Straftaten im Bezirk Eimsbüttel gesunken (-13,7 Prozent). 17134 Delikte wurden in Eimsbüttel erfasst (Hamburg: 214 810). Für Niendorf heißt das 14,8 Prozent weniger Delikte (2403). In Schnelsen ist der Rückgang noch deutlicher: 19 Prozent (1497). Und in Lokstedt gingen die Straftaten um 13,5 Prozent  zurück (1369).

Körperverletzung

Den größten Rückgang aller sieben Bezirke im Bereich Körperverletzungsdelikte ver- zeichnet Eimsbüttel. (-10,6 Prozent). Dies gilt auch für die gefährliche und schwere Körperverletzung (-14,2 Prozent). In Lokstedt sank in diesem Deliktbereich die Zahl der erfassten Fälle von 20 auf 16 (-20 Prozent), in Schnelsen von 62 auf 27 (-56,5 Prozent). Nur in Niendorf stieg die Zahl von 46 auf 49 Delikte (+6,5 Prozent). Die Aufklärungsquote in den drei Stadtteilen liegt bei über 80 Prozent. Zu den gefährlichen und schweren Körperverletzungen gehören auch Taten, die sich hinter verschlossenen Türen im familiären Bereich abspielen. Hier wird die Polizei meist erst nach der Tat gerufen und kann nicht vorab eingreifen.

Drogendelikte

Die Zahl der erfassten Rauschgiftdelikte in Eimsbüttel ist mit 586 Fällen nahezu konstant (2017: 596). In Schnelsen sind die zwei Straftatbereiche Konsum und Handel gesunken: von 68 (2017) auf 54 Fälle (-20,6 Prozent. In Niendorf ist die Zahl hingegen gestiegen: auf 101 Delikte (2017: 79). Das ist ein Plus von 27,8 Prozent. In Lokstedt stieg die Zahl geringfügig: 38 Fälle (2017: 37). Diese Zahlen sind im Vergleich zu Stadtteilen wie St. Georg oder St. Pauli im Bezirk Hamburg-Mitte aber immer noch gering.

Betrugsdelikte

Steigende Zahlen in ganz Hamburg weist erneut der Bereich Betrugskriminalität auf. Dazu gehören: Enkeltrick, Schock-
anrufe,  falsche Polizisten oder Handwerker und  Internet-Betrug. 33173 Fälle insgesamt wurden 2018 von der Polizei registriert (+1,9 Prozent). Betrugsanrufe, die aus dem Ausland erfolgen, fließen laut Polizei gemäß gültiger Richtlinie nicht in die Statistik ein, da der „Tatort“ im Ausland liegt.

Von allen registrierten Betrugstaten stehen laut Polizei rund 21 Prozent in einem direkten Zusammenhang mit dem Internet. Dazu zählen Online-Bestellungen auf fremden Namen (Identitätsdiebstahl), Online-Shops die trotz Zahlung nicht liefern, gefälschte Rechnungen und dubiose Mahnungen. Oder Hacker, die drohen, intime Daten vom Rechner der Opfer zu veröffentlichen und Geld fordern. Die Polizei plant mit Blick auf die steigenden Zahlen, die entsprechenden LKA-Abteilungen personell aufzustocken.

Sichere Stadt

Trotz der Entwicklung im Betrugsbereich gilt für Hamburgs Innensenator Andy Grote: „Wir leben in einer sicheren und immer sicherer werdenden Stadt. Dass die Zahlen das dritte Jahr in Folge zurückgehen und nun auch die Aufklärungsquote steigt, zeigt, dass wir es mit einer stabilen, nachhaltigen Entwicklung zu tun haben.“ ngo

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