Bild mit Erinnerungswert: Die Niendorferin Barbara Englert trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (li.) und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück im Februar beim Festakt „100 Jahre Helmut Schmidt“ in der Elbphilharmonie Hamburg Foto: privat

Bild mit Erinnerungswert: Die Niendorferin Barbara Englert trifft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (li.) und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück im Februar beim Festakt „100 Jahre Helmut Schmidt“ in der Elbphilharmonie Hamburg Foto: privat

Schachspielerin beim Bundespräsidenten

Niendorferin reiste zum „Forum Bellevue“

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Damit, dass sie unseren Bundespräsidenten in diesem Februar gleich zweimal persönlich treffen würde, hätte Barbara Englert aus Niendorf vor wenigen Monaten nie gerechnet.

Die vielseitig engagierte und politisch interessierte Schachspielerin von den Schnelsener Königsspringern hatte im Mai vergangenen Jahres das Fernsehinterview mit Frank-Walter Steinmeier zu seinem ersten Amtsjahr gesehen und dem Staatsoberhaupt darauf hin einen Brief geschrieben. Inhaltlich ging es dabei um Fragen zum Rechtsstaat – Polizeieinsätze, Politiker, Asylrecht und Abschiebungen – und um die Sicherung der Lebensverhältnisse auf dem ‚flachen Land‘. „Obwohl ich seit Langem in Niendorf lebe, beschäftigt mich dieses Thema als, Dorfkind‘ aus einer 4000-Einwohner-Gemeinde sehr“, so Englert.

„Ich war geplättet“

Antwort aus Berlin erhielt sie knapp vier Wochen später. „Überrascht, nein, das Wort ist zu schwach“, berichtet die agile Niendorferin begeistert, „ich war geplättet, als ich gesehen habe, dass der Bundespräsident selbst meinen Brief beantwortet hat.“ Und dieser enthielt auch noch eine Einladung ins Schloss Bellevue nach Berlin. „Also habe ich, die Miss Nobody aus Niendorf, mich am 26. Februar aufgemacht um am sechsten ‚Forum Bellevue zur Zukunft der Demokratie‘ teilzunehmen.“ Thema des Forums, welches 2017 ins Leben gerufen wurde, war ‚Alles Glaubensssache?‘ und es ging um das Verhältnis von Religion und Demokratie. Eine große Ehre für Barbara Englert, bedenkt man, dass sie eine der wenigen geladenen Privatpersonen war, die das Schloss an diesem Tag über die imposante Haupttreppe betreten durften.

Hochkarätig besetzt

Die Veranstaltung mit circa 170 geladenen Gästen und drei Referenten ist eine öffentliche Denkfabrik des Bundespräsidenten. Geladen waren Gäste aus Politik, Kirche und Wissenschaft. „Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Begrüßungsrede das Verhältnis von Kirche und Staat, den Einfluss der Religion auf die Politik und die Rolle der Religion für das Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft angesprochen“, erzählt Englert, nachhaltig beeindruckt  von dem fachkundigen und hochkarätig besetzten Forum. Beim anschließenden Steh-Empfang mit kalten und warmen Häppchen durfte natürlich auch die Berliner Currywurst nicht fehlen, „allerdings auf einem goldumrandeten Porzellan-Tellerchen und Bundesadler-Monogramm auf der Gabel“, erzählt sie mit einem Zwinkern und unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck. ap

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