Hier wird umgebaut: Ab Herbst zieht das Unternehmen Equinix nach Niendorf Fotos: kh

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Ja, wer kommt denn da?

EQUINIX zieht mit Rechenzentrum in den Vierenkamp

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Im ehemaligen Gebäude der Firma Diehl eröffnet ab Herbst das Unternehmen Equinix sein erstes Rechenzentrum „HH1“ in Hamburg. Derzeit finden umfangreiche Umbaumaßnahmen statt.

Am Vierenkamp 1 im Niendorfer Nordosten herrscht seit einigen Wochen reger Betrieb. Das Betriebsgelände ist eingezäunt und das Pförtnerhäuschen besetzt. „Uns würde schon sehr interessieren, was hier künftig passiert“, äußerte sich ein Anwohner mit leichter Skepsis. Ein angebrachter Banner an der Gebäudefront mit der Aufschrift „Mercury“ gab zudem Anlass für Spekulationen.

Nach eingehender Recherche kommt nun Licht ins Dunkel: Voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2019 zieht das Unternehmen Equinix nach Niendorf und mit ihm zunächst etwa 30 bis 40 Mitarbeiter. Derzeit finden An- und Umbauten statt, für die das irische Unternehmen Mercury beauftragt wurde. „Equinix investiert hierfür 22 Millionen Euro, wobei es sich größtenteils um Anpassungen im Inneren, etwa für technische Anlagen und IT-Infrastruktur, handelt“, so eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage.

Mit Hamburg eröffnet der weltweit führende Anbieter von Rechenzentren und Interconnections-Services sein zehntes Rechenzentrum in Deutschland. Interconnection funktioniere dabei wie eine Art zweites Internet und beschreibe den Prozess, bei dem sich Unternehmen, Netzwerk- oder Cloud-Provider in Rechenzentren direkt und abseits des öffentlichen Internets miteinander vernetzen, beispielsweise um ihre geschäftskritischen Daten schnell, sicher und flexibel miteinander austauschen zu können, erläutert die Sprecherin das Geschäftsfeld.

„Für die Entwicklung der deutschen und europäischen Digitalwirtschaft spielt Hamburg eine entscheidende Rolle“, so Donald Badoux, Managing Director Equinix Deutschland. Zu den strategischen Standortvorteilen zähle auch die Nähe zur Nordsee, die neue Möglichkeiten für die Verbindung zu Landepunkten von Unterseekabeln bieten würde. kh

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