Geschäftsführerin Hamburger Institut für Berufliche Bildung, Dr. Sandra Garbade, Bildungssenator Ties Rabe, Azubi Dlovan Osey und Elektromeister Stefan Schmelzer bei Elektro Schmelzer in Lokstedt (v.l.n.r.) Foto: cc

Geschäftsführerin Hamburger Institut für Berufliche Bildung, Dr. Sandra Garbade, Bildungssenator Ties Rabe, Azubi Dlovan Osey und Elektromeister Stefan Schmelzer bei Elektro Schmelzer in Lokstedt (v.l.n.r.) Foto: cc

Chancen für Geflüchtete

AVM-DUAL: Fit machen für den Azubi-Einstieg

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Er heißt Dlovan Osey, ist 21 Jahre alt und absolviert seit einem halben Jahr bei Elektro Schmelzer in Lokstedt eine Ausbildung zum Elektriker. 2015 aus seiner Heimat Syrien geflüchtet nahm er vor seiner Ausbildung an dem zweijährigen Programm teil, das Jugendliche auf die Arbeitswelt vorbereitet.

Die „Ausbildungsvorbereitung für jugendliche Migranten – das AvM-Dual“ – ist für Flüchtlinge im Alter von 16 bis 18 Jahren und verpflichtend. In dieser Zeit lernen sie an drei Tagen in der Woche in Schulen und an zwei Tagen in Betrieben. Nach den zwei Jahren können sie eine Ausbildung anfangen. Inzwischen stamme jeder sechste Auszubildende im Handwerk aus einem Fluchtland, erklärte Schulsenator Ties Rabe bei einem Besuch des Handwerksbetriebs in Lokstedt. „Wir versprechen uns davon, dass sie die Sprache besser lernen, Einblicke in die Arbeitswelt erlangen, aber auch ein Stück unserer Gesellschaft kennenlernen“, so Rabe.

Das AvM-Dual ist im Jahr 2016 in Hamburg gestartet. Fast 1300 Jugendliche nahmen bisher daran teil. Die Hälfte der Teilnehmer hat dadurch eine Perspektive gefunden, die andere Hälfte ist in der Berufsvorbereitung der Jugendberufsagentur, in weiteren Deutschkursen, in einer Beratung oder auf „einem Weg ohne Unterstützung“, so der Senat.

Osey hat mit dem AvM Dual vor seiner Ausbildung den erweiterten Hauptschulabschluss mit der Note 1,0 geschafft.  cc

 

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