Azubis des Airports bauen an der Tarpenbek Nisthilfen für Eisvögel. Naturliebhaber Christian Solomun (r.u.) betreut das Projekt mit viel Herzblut. Foto: Michael Penner

Azubis des Airports bauen an der Tarpenbek Nisthilfen für Eisvögel. Naturliebhaber Christian Solomun (r.u.) betreut das Projekt mit viel Herzblut. Foto: Michael Penner

Ein Zuhause für Eisvögel

An der Tarpenbek sind Nisthilfen entstanden

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An der Tarpenbek wurden Eisvögel gesichtet. Für die Brutzeit haben Azubis des Flughafens Hamburg ihnen Nisthilfen gebaut.

 

Der bunt schillernde Vogel mit dem kobaltblau schimmernden Gefieder wurde vom Vogelschlagbeauftragten des Hamburger Flughafens entdeckt. Zur Freude von Christian Solomun, kaufmännischer Referent und Ausbilder am Airport. Zusammen mit sechs Auszubildenden konzipierte er ein Projekt, um dem Eisvogel ein Zuhause an der  Tarpenbek zu bieten. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) erklärte den Kleinfischjäger 1973 und 2009 zum Vogel des Jahres. Da sein Bestand in weiten Teilen Europas schon seit längerem zurückgeht, steht er auf den Roten Listen Deutschlands. Dass er in Niendorf auf der Jagd nach kleinen Süßwasserfischen, Fröschen und Kaulquappen gesichtet wurde, ist ein gutes Zeichen. Spricht es doch zum einen für die Wasserqualität und zum anderen für die erfolgreiche Renaturierung der Tarpenbek. „Das Ufer hat nun wieder normale Steilabhänge. Dort nisten Eisvögel gern“, erklärt Christian Solomun, der die Nisthilfen zusammen mit seinen Azubis Anfang März in den Hang auf Höhe des Flughafen-Sportplatzes eingearbeitet hat. Auch an einen sandigen lehmigen Boden wurde, ganz nach Vorliebe der Eisvögel, gedacht. Nun sind Solomun und sein Team gespannt, ob das neue Zuhause zu Beginn der Brutzeit angenommen wird: „Die Weibchen kommen nun aus dem Süden zurück und die Männchen erwarten sie schon. Wenn Eisvögel hier jagen heißt das allerdings nicht, dass sie auch hier brüten. Die Vögel haben einen relativ hohen Zugradius.“ mf

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