Götz Steinmetz am Tor der verwilderten Grundstücke im Lerchenkamp 8-10 in Schnelsen Foto: ngo

Götz Steinmetz am Tor der verwilderten Grundstücke im Lerchenkamp 8-10 in Schnelsen Foto: ngo

Baugenehmigung erloschen

Investor will neuen Antrag für Lerchenkamp stellen

Allgemein| Views: 114

Wohnraum in Hamburg ist knapp und begehrt. Deshalb wundert sich der Schnelsener Götz Steinmetz, warum in seiner Wohnstraße seit vielen Jahren zwei große Grundstücke unbebaut verwildern.

 

Götz Steinmetz wohnt seit 31 Jahren im Lerchenkamp. Der 78-Jährige und weitere Anwohner verstehen nicht, warum die Grundstücke 8-10 nicht bebaut werden. „Seit Jahren verwildert das Gelände trotz Wohnungsnot. Dabei soll eine Baugenehmigung existieren.“

Auf Wochenblatt-Nachfrage  bestätigt das Bezirksamt Eimsbüttel, dass eine Baugenehmigung für eine Wohnanlage mit 32 Wohnungen vorliege. Allerdings sei diese seit Februar erloschen, sagt Bezirksamtssprecher Kay Becker und erklärt: „Eine Baugenehmigung ist keine ,Bauverpflichtung’. Ob ein Bauherr eine Genehmigung tatsächlich in Anspruch nimmt, liegt in seiner Entscheidung.“

Der Bauinvestor ist die Pergamon Verwaltungsgesellschaft mbH. Volker Förster, einer der beiden Geschäftsführer, bestätigt auf Wochenblatt-Nachfrage das ursprüngliche Bauvorhaben. Da sich jedoch die Gesellschafterstruktur der Grundstücksgesellschaft geändert habe, konnte die genehmigte Bebauung bislang nicht durchgeführt werden. Deshalb sei die Baugenehmigung nicht verlängert worden.

„Es besteht jedoch nach wie vor die Absicht, die Grundstücke Lerchenkamp 8-10 entsprechend den ursprünglichen Planungen zu bebauen“, versichert Förster. Mit Blick auf die „enormen Kostensteigerungen bei Neubauten“ plane das Unternehmen nun die Anzahl der Wohnungen und deren Wohnfläche zu erhöhen. Deshalb müssten die Planungen ergänzt werden, etwa in dem die geplanten Gebäude anders auf den Grundstücken verteilt würden, so Förster. Da der Pergamon Verwaltungsgesellschaft auch die Grundstücke hinter den Hausnummern 8-10 gehörten, gäbe es zusätzliche Baufläche. „Wir gehen, bedingt durch den großen Bedarf an Mietwohnungen davon aus, dass wir nach Abstimmung mit der Baubehörde eventuell die entsprechenden Ergänzungen genehmigt bekommen“, sagt Geschäftsführer Volker Förster. ngo

Comments are closed.