Verkehrs- und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (re.) besuchte zum ersten Mal den Lärmschutzdeckel in Schnelsen. Hier im Gespräch mit Bernd Rothe, Bereichsleiter der Deges Foto: ngo

Verkehrs- und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (re.) besuchte zum ersten Mal den Lärmschutzdeckel in Schnelsen. Hier im Gespräch mit Bernd Rothe, Bereichsleiter der Deges Foto: ngo

Der Deckel „sitzt“

A7-TUNNELANLAGE Rohbau der Oströhre ist fertig

Archiv, Schnelsen| Views: 298

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann besuchte den Schnelsen-Deckel und zeigte sich begeistert von der Ruhe direkt über der A7. Die Freigabe der kompletten Tunnelanlage ist für Dezember geplant.

Nach nur 18 Wochen hat die Oströhre des Lärmschutzdeckels ihr Dach bekommen. Am letzten Februarwochenende wurden die letzten der insgesamt 42 Betonplatten betoniert.

Wirtschafts- und Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos), besuchte die Baustelle zum ersten Mal. Er sagte, dass Schnelsen jetzt dort zusammenwachse, wo die A7 zuvor eine große Schneise gebildet habe. Zudem nehme Hamburg mit diesem Bauwerk in Sachen Lärmschutz an Autobahnen eine Vorreiterrolle ein, die international Beachtung fände. So hätten sich Delegationen aus Japan und China die Hamburger Lösung angeschaut. Auch dort seien in den 1970iger– und 80iger Jahren Autobahnen mitten durch die Städte gebaut worden, ohne die Lärmbelästigung für die Anwohner zu berücksichtigen.

Nachdem die „Hülle“ steht, erfolgt bis Ende August der Innenausbau. Zunächst würden die Portale an der Ein- und Ausfahrt als Übergang zu den Lärmschutzwänden installiert, so Bernd Rothe, Bereichsleiter der Deges (Planungsgesellschaft des Bundes). Neben den Asphaltierungsarbeiten wird die Betriebs- und Verkehrstechnik eingebaut. Danach läuft der Probebetrieb an. Dann werden alle sicherheitstechnischen Elemente getestet, erklärt Rothe. Ab Oktober/November soll der A7-Verkehr mit zunächst zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung durch die Oströhre rollen.

Durch die Weströhre läuft seit Juni 2018 der gesamte Autobahnverkehr. Diese wird umgebaut: von zwei Fahrspuren pro Richtung auf dann drei Fahrstreifen in Richtung Hannover.

Zwischen Oktober und Dezember muss die A7 an zwei Wochenenden voll gesperrt werden, um alle Restarbeiten, etwa an der Sicherheitsanlage und der Belüftung, zu beenden. Danach kann der Autobahnverkehr in beide Fahrtrichtungen auf je drei Spuren durch beide Röhren fließen. Der Tunneldeckel wird begrünt und für Kleingärten bereitgestellt. Dann können die Anwohner die neue, grüne Lunge von Schnelsen genießen – erstmals ohne Verkehrslärm. ngo

Via Solutions Nord informiert online über das aktuelle Baugeschehen unter Kurz-URL bit.ly/2S0qPYI

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